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Das große Schmücken vor Weihnachten

Kordel. Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Eines? Bei vielen sind es zig mehr, die leuchten werden. Manche Weihnachtsfans basteln seit Wochen an ihrer perfekten Licht-Deko oder einer besonderen Krippe.

Vor Weihnachten kommt die Zeit des großen Schmückens. Lichterketten und Sterne zieren Fenster - Figuren werden auf Simse und Fensterbänke gestellt und leuchtende Rentiere und Weihnachtsmänner in den Vorgärten angeknipst.

Pünktlich zum ersten Advent musste alles fertig sein. Bei einigen Weihnachtsfans in Rheinland-Pfalz und im Saarland hatten die Vorbereitungen schon vor vielen Wochen begonnen.

Das Krippenhaus in Kordel (Kreis Trier-Saarburg)

„Ich bin seit 1. November dran“, sagt Richard Schmitz. Er hat mit seiner Frau im Wohnzimmer gleich eine ganze Krippenlandschaft aufgebaut - mit Wurzeln, Moos, selbst gebauten Häusern und mehr als 120 Figuren und Tieren. „Sie ist 17 Quadratmeter groß“, sagt der Kaufmann über die Anlage, die über Jahrzehnte immer weiter gewachsen ist. „Wir machen das, weil wir ganz einfach an die Sache glauben“, sagt der 67-Jährige. „Und es ist eben unser Hobby.“

Die Mega-Krippe steckt voller Details: Die Hirten halten kleine leuchtende Laternen in den Händen, ein Fluss plätschert vor der Wurzelhöhle vorbei, in der Maria und Josef neben dem Jesuskind auf Stroh stehen. Die mit Geschenken beladenen Kamele und Elefanten der Heiligen Drei Könige sind mit Goldsaum gezierten Samtdecken geschmückt - und Musiker spielen auf einem Kiesweg auf.

Die Krippe mit ihren 500 Lichtern wird am ersten Adventswochenende angeschaltet. „Und ab dann werden kein Tier und keine Figur mehr bewegt.“ In der Zeit vor Weihnachten sitze die Familie oft abends vor der Landschaft und betrachte sie. „Das ist gemütlich, wenn es draußen dunkel ist - da ist die Krippe so etwas wie ein Lichtblick.“

Das leuchtende Weihnachtshaus in Völklingen

Bei Sven Berrar leuchtet es überall: Die Fassaden seines Hauses sind voller Lichterketten, Kerzen, Engel, Sterne und Weihnachtsmänner. Auch der Garten ist im Dunkeln hell. Insgesamt 67 000 Lämpchen und mehr als 300 beleuchtete Figuren sind es in diesem Jahr. „Das ist unser persönlicher neuer Rekord“, sagt der 33-Jährige im Völklinger Ortsteil Ludweiler. Bei ihm haben die Vorbereitungen noch früher begonnen: „Wir haben ab dem 1. Oktober acht Wochen lang aufgebaut.“

Der gelernte Gärtnermeister Berrar bringt das liebevoll geschmückte Haus bereits im 19. Jahr zum Leuchten. Jedes Mal kommt Neues dazu. „2017 ist es neuer Glasbaumschmuck und eine leuchtenden Eisenbahn am Teich“, sagt er. Warum er so gerne schmückt? „Das ist Balsam für die Seele. Denn Weihnachten ist für mich die schönste Zeit des Jahres.“

Sein leuchtendes Kunstwerk wird am Samstagabend offiziell zum ersten Mal in diesem Winter angeschaltet. Dann erstrahlt es jeden Abend von 17 bis 22 Uhr. Der Garten ist für Gäste geöffnet. „Wir haben viele Besucher, die jedes Jahr kommen“, erzählt Berrar. Für sie gehöre ein Besuch im „Weihnachtshaus“ zum Fest dazu.

Das Weihnachtshaus mit Licht und Musik in Neuwied

Bei Felix Jung und Meikel Rockenfeller kamen zwei Sachen zusammen: Sie sind beide Weihnachtsfans und gelernte Elektroniker. Die perfekte Kombination also, um ein Haus in der Vorweihnachtszeit mit reichlich Lichterketten und Leuchtdeko zu Musik erstrahlen zu lassen. „Wir lassen das Haus im Takt der Musik leuchten“, sagt Rockenfeller.

Rund 25 000 weiße und etwa 20 000 rote Birnchen gehen dafür an und aus - jeder Einsatz ist genau programmiert. „Pro Liedminute brauchen wir vier bis fünf Stunden am Laptop“, sagt er. Die Lightshows, die je 15 Minuten dauern, können Besucher sich in diesem Jahr am zweiten und dritten Adventswochenende (ab 17 Uhr) anschauen.

„Wir wollen ein bisschen vorweihnachtliche Stimmung im amerikanischen Stil verbreiten“, sagt der 26-Jährige. Und bei Glühwein und Show Spenden für einen guten Zweck sammeln. In den vergangenen fünf Jahren seien so rund 35 000 Euro für die Aktion „Helft uns leben“ für Kinder und Familien in Not zusammengekommen. Jung und Rockenfeller sind auch schon seit Ende Oktober am Vorbereiten.

Weihnachtsdorf Waldbreitbach im Wiedtal

Weit über den Kreis Neuwied hinaus bekannt ist das Weihnachtsdorf Waldbreitbach im Wiedtal. Zu den beleuchteten und leuchtenden Attraktionen gehören die nach kommunalen Angaben weltweit größte Naturwurzelkrippe in der Kirche, ein riesiger Stern von Bethlehem im Wald, eine schwimmende Krippe auf der Wied und eine acht Meter hohe Weihnachtspyramide. Hinzu kommen ein großer schwimmender Adventskranz, eine Freilandkrippe, ein Adventskalenderhaus und ein Glockenspiel.

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