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Der Audi TT überzeugt auch im Alter

Berlin. Sportlich, zuverlässig, attraktives Design - der Audi TT ist in vielerlei Hinsicht ein Musterknabe. Der ADAC vermeldet nichts Negatives und bei der HU fällt das Modell erst nach 11 Jahren auf. Dafür muss man auch bei dem Gebrauchten etwas tiefer in die Tasche greifen.

Der Audi TT überzeugt auch im Alter

Offenherzig aber zuverlässig: Denn TT baut Audi nicht nur als geschlossenes Coupé, sondern auch als offenen Roadster. Beide Versionen erfreuen sich laut Experten guter Qualität und großer Zuverlässigkeit. Foto: Audi AG/dpa-tmn

Wer schön sein will, muss nicht leiden. Das zumindest gilt für den Audi TT: Das Sportcoupé gilt seit seinem Erscheinen als Auto, das wegen seines Designs gelobt wird, vom Ur-Modell bis zur aktuellen Generation.

Und wer TT fährt, bekommt es Experten zufolge mit einem überdurchschnittlich zuverlässigen Auto zu tun. Dass das als Coupé und Roadster gebaute Auto ein Musterknabe bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) ist, hat zwei Gründe. Zum einen ist das technische Rüstzeug gut.

Zum anderen pflegt der typische TT-Fahrer sein Auto, verpasst keinen Servicetermin und schwingt wohl häufiger mal den Putzlappen. Erst nach elf Jahren zur vierten HU gibt es statistische Auffälligkeiten: Etwas öfter als beim Durchschnitt werden gerissene Achsmanschetten bemängelt, und bei elfjährigen Exemplaren treten überdurchschnittlich oft Beleuchtungsmängel auf.

Die TT-Zulassungszahlen sind so gering, dass das Modell in der aktuellen Pannenstatistik des ADAC nicht vorkommt. Zwar sammelt der Club für die interne Dokumentation Daten, doch beim TT fällt nichts an: Der ADAC notiert schlicht „keine Auffälligkeiten“. Mit zwei Aktionen ist auch die Anzahl der Rückrufe von 2008 und 2009 niedrig. In die Werkstatt gebeten wurden die Halter wegen fehlerhaft fixierter C-Säulen-Verkleidungen und Schaltproblemen im Sport-Modus.

Der Audi TT kam 1998 auf Basis des Golf IV erstmals auf den Markt, zunächst als Coupé, ein Jahr später als Roadster und wahlweise mit Front- oder Allradantrieb. Aufsehen erregte das Modell wegen seines Äußeren, aber auch wegen seiner anfangs unsicheren Fahreigenschaften in Extremsituationen, woraufhin Audi ein ESP nachrüstete, das ab dem Facelift von 2000 serienmäßig verbaut wurde. Die zweite, auf 4,18 Meter etwas verlängerte Version war zwischen 2006 und 2014 im Verkauf. Eine Neuheit waren die optionalen adaptiven Dämpfer. Der TT Nummer drei wurde 2014 in Genf vorgestellt.

In der ersten und zweiten Generation kommen typischerweise vier- und sechszylindrige Ottomotoren zum Zuge, wobei die Zweitauflage auch mit einem bis zu 265 kW/360 PS starken Fünfzylinder sowie einem TDI-Diesel angeboten wurde. Neben turbogeladenen Maschinen war der 184 kW/250 PS starke VR6-Motor der einzige Sauger. Er wurde 2010 aus dem Programm genommen. Der schwächste Benziner bot 110 kW/150 PS und kam damit auf weniger Leistung als der 2008 eingeführte Diesel mit 125 kW/170 PS - es handelte sich um den EA189-Motor, der es im Zuge des VW-Dieselskandals zu zweifelhafter Bekanntheit brachte.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt wird beispielsweise ein TT 2.0 TDI Quattro mit Erstzulassung 2010 für durchschnittlich rund 14 500 Euro gehandelt. Diesen Wert nennt wie die im Mittel zu erwartende Laufleistung von mehr als 120 000 Kilometern der „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand.

Bei gleicher Laufleistung und gleichem Alter müssen für einen 184 kW/250 PS starken TT 3.2 Quattro mit Sechszylinder noch 2000 Euro mehr eingeplant werden. Ein RS mit dem 2,5 Liter großen TFSI-Fünfzylinder und 340 PS von 2012 wird demnach mit um die 29 000 Euro gehandelt - bei mehr als 90 000 Kilometern auf dem Zähler.

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