Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Der Kompost ist nicht für alle Gartenabfälle da

Veitshöchheim. Der Kompost ist eine Nährstoffquelle für das nächste Jahr. Im Herbst verwenden Hobby-Gärtner dafür den Grünabfall. Verzichten sollten sie jedoch auf Pflanzen, die sich mit Samen vermehren.

Der Kompost ist nicht für alle Gartenabfälle da

Auch wenn der Kompost für Grünabfälle gedacht ist, sollte nicht jede Pflanze darin landen. Foto: Jens Schierenbeck/dpa-tmn

Gerade im Übergang zum Winter fällt viel Grünabfall im Garten an. Die Bäume verlieren ihr Laub, Stauden und Gräser werden braun und heruntergeschnitten, das Gemüsebeet wird abgeräumt - und dazu noch der Rasen ein letztes Mal gemäht.

Viele Hobbygärtner legen einen Kompost an, um aus den Resten der vergangenen Saison die Nährstoffquelle des nächsten Jahres zu machen. Doch nicht alle Pflanzenteile sollten auf dem Kompost landen. Manche Viren, Pilze oder Schädlinge können in den kleineren Haufen überleben, da die Verrottung hier nicht ausreichend hohe Temperaturen schafft. Sie verbreiten sich dann im kommenden Jahr über den ausgebrachten Kompost weiter. Daher sollte befallenes Grün nicht auf diese Weise entsorgt werden, rät die Bayerische Gartenakademie.

Auch Unkraut hat nichts auf dem Kompost zu suchen. Pflanzen, die sich mit Samen vermehren, oder Wurzelunkräuter wie Quecke und Giersch gibt der Hobbygärtner besser in die Restmülltonne. Das gilt laut Umweltbundesamt besonders für Neophyten wie Beifuß-Ambrosia, Herkulesstaude und Riesen-Bärenklau, die sich stark ausbreiten und heimische Pflanzen verdrängen.

Nicht nur Pflanzenreste dürfen auf dem Kompost landen. Laut Umweltbundesamt sind zum Beispiel auch Kaffee- und Teefilter, Kleintierstreu auf pflanzlicher Basis von Pflanzenfressern (Kaninchen, Hamster, Vögel) sowie Eierschalen erlaubt.

Kleine Mengen an Küchen- oder Zeitungspapier, etwa zum Auskleiden der Sammeleimer für den Küchenabfall, können auch auf dem Kompost landen. Größere Papiermengen entsorgt man aber besser über das Altpapier, da manche Inhalts- und Zusatzstoffe für die Verwertung im Garten nicht geeignet sind.

Obst- und Gemüsereste aus der Küche dürfen nur eingeschränkt im Garten-Mülleimer landen. Denn Südfrüchte werden oft mit pilztötenden Substanzen behandelt. Man sollte daher nur kleinere Mengen davon kompostieren - dann sind sie kein Problem.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Garten und Umwelt

Beim Alpenveilchen den Untersetzer mit Wasser füllen

Essen. Gerade in der kalten Jahreszeit sind die Zimmer stark beheizt. Das tut den Alpenveilchen nicht gut, weil die Pflanze sehr viel Flüssigkeit braucht. Wann ihr diese fehlt, lässt sich schnell erkennen.mehr...

Garten und Umwelt

Weiße Farbe schützt Baumstämme vor Temperaturschwankung

Veitshöchheim. Mancher hat sich vielleicht schon mal gefragt, warum im Winter einige Baumstämme weiß angestrichen sind. Schön sieht es ja nicht gerade aus. Welchen Nutzen das Weißen hat, erklären Experten der Bayerischen Gartenakademie.mehr...

Garten und Umwelt

Sägewunden nach Baumschnitt mit scharfem Messer glätten

Offenbach. Die Pflege von Obstbäumen ist eine Kunst für sich. Beim Beschneiden des Baumbestandes in den Herbst- und Wintermonaten können Hobbygärtner so einiges falsch machen. Doch wie geht es richtig?mehr...

Garten und Umwelt

Hochwertige zweijährige Bäume haben vier Seitentriebe

Neustadt/Weinstraße. Damit ein Baum im Garten gut anwächst und kräftig wird, kommt es auf gesunde Jungpflanzen an. Der Hobbygärtner sollte beim Kauf also ruhig wählerisch sein.mehr...

Garten und Umwelt

Standfester Solitär gesucht: Hausbäume und der Klimawandel

Haan. Wer einen Baum pflanzt, will sich einen Partner fürs Leben in den Garten holen. Doch welche Arten gedeihen langfristig gut - und trotzen den klimatischen Veränderungen?mehr...