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Dynamo-Absturz - Aber keine Trainerdiskussion in Dresden

Dresden. Dynamo Dresden ist völlig überraschend trotz attraktiver Spielweise im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga angekommen. Die Gründe sind vielschichtig. Nun muss die Mannschaft zeigen, dass sie auch Abstiegskampf kann. Trainer Uwe Neuhaus sitzt fest im Sattel.

Dynamo-Absturz - Aber keine Trainerdiskussion in Dresden

Die beiden Dynamo-Spieler Paul Seguin (l) und Lucas Röser reagieren auf die Niederlage im Spiel gegen den FC Kaiserslautern. Foto: Sebastian Kahnert

Vom Aufstiegs-Mitfavoriten zum Abstiegskandidaten: Dynamo Dresden hat in der 2. Fußball-Bundesliga innerhalb von vier Monaten einen spektakulären Absturz erlebt.

Nach dem 1:2 (1:0) am Montagabend nach zwei Gegentoren in den letzten fünf Minuten gegen Tabellenschlusslicht 1. FC Kaiserslautern gab es für die Mannschaft laute Pfiffe und wüste Beschimpfungen auf dem Weg in den Kabinentrakt. Ungewöhnlich für den sonst so frenetischen Dynamo-Anhang, bei dem der Schock offensichtlich sehr tief sitzt. Seit fünf Spielen haben die Dresdner nicht mehr gewonnen, das bedeutet mittlerweile Relegationsplatz 16.

Nach Rang fünf in der vergangenen Saison, vor allem aber der Art und Weise, wie der damalige Aufsteiger Dynamo die Konkurrenz aufmischte und mit attraktivem Spiel für viel Lob sorgte, hatte man in Sachsen an ein Anklopfen an die Bundesliga-Pforte geglaubt. Doch die Abgänge von Torjäger Stefan Kutschke (Ingolstadt), Regisseur Marvin Stefaniak (Wolfsburg) und Antreiber Akaki Gogia (Union Berlin) konnten nicht adäquat kompensiert werden. Hinzu kommt eine Verletzungsmisere, Pascal Testroet und Sören Gonther fehlen monatelang.

Dennoch: Dynamo spielt weiter attraktiven Fußball. Was fehlt, sind Punkte und Tore, zudem ist die Abwehr zu anfällig. Dafür sorgen gravierende individuelle Fehler, die das ganze Team verunsichern. Wie auch gegen Kaiserslautern. „Ich habe drei Riesenfehler gemacht: Freistoß verursacht, Abseits aufgehoben und den Ball, den ich einfach mit Links mitnehmen muss, durchgelassen. In dem Moment habe ich der Mannschaft einfach die drei Punkte versaut“, sagte der nach mehrwöchiger Verletzungspause eingewechselte Kapitän Marco Hartmann: „Die Krönung ist noch, dass ich hätte zwei Tore machen können.“

„So ein Stück weit ist das der Situation der letzten Wochen geschuldet“, sagte Trainer Uwe Neuhaus: „Erst hast du viel Lob bekommen, dennoch verloren. Dann haben wir in Kiel das schlechteste Spiel seit ganz langer Zeit gemacht. Sicherlich spielt der Kopf eine Rolle, in erster Linie war es aber das Zweikampfverhalten.“

Neuhaus sitzt für Dresdner Verhältnisse ungewöhnlich sicher im Sattel und muss zumindest aktuell nicht um seinen Job bangen. Bereits vor dem Kellerduell gegen die Roten Teufel bekräftigte Sportgeschäftsführer Ralf Minge, dass es unter ihm keine Trainerdiskussion geben werde.

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