Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

EU-weite Schnäppchenjagd im Internet wird einfacher

Brüssel. Wer im Internet nach Angeboten sucht, landet dabei gelegentlich bei Anbietern aus dem EU-Ausland. Doch viele von ihnen verkaufen ihre Waren nur innerhalb ihres Landes. Diese Einschränkung soll bald nicht mehr möglich sein.

EU-weite Schnäppchenjagd im Internet wird einfacher

Onlinehändler in der EU dürfen Kunden aus einem anderen EU-Land bald nicht mehr abweisen. Foto: Jens Büttner/dpa

Die Schnäppchenjagd im Internet wird für EU-Bürger noch einfacher. Ein neues Regelungspaket sieht vor, die Rechte von Kunden in wesentlichen Bereichen zu stärken.

Händlern wird es künftig nicht mehr möglich sein, ausländische Käufer von ihren Angeboten auszuschließen, wie die EU-Kommission mitteilte.

Als ein Beispiel nannte die Brüsseler Behörde den Fall eines belgischen Kunden, der über eine deutsche Webseite einen günstigen Kühlschrank erwerben will. Ihm darf der Kauf künftig nicht mehr verweigert werden. Stattdessen muss der Händler dem ausländischen Kunden die Möglichkeit anbieten, das Produkt abzuholen oder den Transport zu organisieren - wenn er es nicht selbst ins Ausland schicken will.

Zudem wird es zum Beispiel Freizeitparks wie Disneyland Paris nicht mehr erlaubt sein, deutsche Kunden dazu zu zwingen, ihre Eintrittskarten auf der deutschen Website des Unternehmens zu kaufen. So könnten diese künftig zum Beispiel auf der französischen Website ihre Tickets erwerben, wenn diese dort günstiger sind.

Auf das neue Regelungspaket einigten sich nach Angaben der EU-Kommission Regierungsvertreter der Mitgliedstaaten sowie Vertreter der Europaparlaments und der Kommission. Es soll bis Ende kommenden Jahres in Kraft treten.

„Heute haben wir einen Schlussstrich unter die ungerechtfertigte Diskriminierung beim Online-Shopping gezogen“, kommentierte der für den digitalen Binnenmarkt zuständige Vizekommissionspräsident Andrus Ansip. Die Zeiten, in denen ausländische Kunden geblockt oder auf andere Seiten umgeleitet würden, seien damit vorbei.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Geld und Recht

Rechtsberatung im Internet: Hilfreich, aber auch neugierig

Berlin. Für manche Fragen braucht man einen Anwalt. Nicht immer ist dafür der Gang in eine Kanzlei nötig - juristische Antworten gibt es auch online. Doch Vorsicht: Auch soziale Netzwerke erfahren unter Umständen vom Besuch eines Anwaltsportals, warnt Stiftung Warentest.mehr...

Geld und Recht

Einzelhandel setzt immer stärker auf Gastronomie

Köln. Viele Einzelhändler haben es schwer, mit der Konkurrenz aus dem Internet mitzuhalten. Einige von ihnen setzen dem praktischen Bestellkauf daher ein gastronomisches Wohlfühl-Shopping entgegen. Doch nehmen Verbraucher dieses Angebot an?mehr...

Geld und Recht

„Focus“ Ratgeber-Bestseller: Wiedereinsteiger im Advent

München. Die Autoren Lisa Nieschlag und Lars Wentrup kehren mit ihrem Kochbuch „New York Christmas“ zurück in die Top Ten. Mit weihnachtlichen Rezepten und Geschichten aus dem Big Apple vermitteln sie das Gefühl vom magischen New York zur Weihnachtszeit.mehr...

Geld und Recht

Rentenbeitrag im Minijob erhöht Rentenansprüche

Berlin. Minijobber haben die Wahl: Entweder sie zahlen Beiträge zur Rentenversicherung oder sie lassen sich davon befreien. Wichtig ist für die Entscheidung zu wissen: Wer den Rentenbeitrag nicht leistet, verzichtet unter Umständen später auch auf wichtige Leistungen.mehr...

Steuerrat

Finanzamt: Schulgeld ohne Anerkennungsbescheid akzeptieren

München. Das Schulgeld für eine Privatschule kann bei Eltern die Steuerschuld mindern. Das Finanzamt erkennt die Ausgaben meist als Sonderausgaben an. Aber müssen die Eltern dafür nachweisen, dass die Schule von staatlichen Stellen anerkannt ist? Ein Urteil schafft Klarheit.mehr...