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Autobahn teilweise wieder frei

Ein Toter, mehrere Verletzte bei Unfall auf A3

RATINGEN Bei einem schweren Unfall auf der A3 bei Ratingen ist am Donnerstagmorgen ein Mensch ums Leben gekommen. Fünf Personen wurden verletzt, zwei davon schwer. Die A3 war in Richtung Oberhausen lange gesperrt. Erst am späten Nachmittag konnte die Polizei die linke und mittlere Fahrspur für den Verkehr freigeben.

Ein Toter, mehrere Verletzte bei Unfall auf A3

Insgesamt sieben Fahrzeuge waren an dem Unfall bei Ratingen beteiligt. Ein Mensch wurde dabei getötet. Foto: Rene Anhuth / ANC-NEWS

Zwei Lkw und fünf Pkw waren laut einer Mitteilung der Feuerwehr an dem Unfall beteiligt. Drei der Fahrzeuge seien komplett zerstört worden. Zwei Personen musste die Feuerwehr mit schwerem Gerät aus den Fahrzeugwracks befreien. Sie waren eingeklemmt.

Nach ersten Ermittlungen der Autobahnpolizei Düsseldorf befuhr ein 41 Jahre alter Lkw-Fahrer aus Ungarn die Autobahn 3 in Richtung Oberhausen. Kurz hinter der Raststätte Hösel in Ratingen staute sich der Verkehr auf dem rechten Fahrstreifen.

Lkw unter Sattelzug geschoben

Am Stauende kollidierte der Lkw aus bislang ungeklärter Ursache mit dem Pkw (VW Passat) eines 34 Jahre alten Mannes und schob diesen unter einen davor befindlichen Sattelzug.

Durch den Aufprall wurden weitere vier Fahrzeuge ineinander geschoben. Der 34-jährige Autofahrer wurde bei dem Unfall in seinem Fahrzeug eingeklemmt und verstarb noch an der Unfallstelle.

Eine 65-jährige Fahrerin eines Opel und ein 26 Jahre alter Fahrer eines VW mussten aufgrund ihrer schweren Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht werden. Beide Personen schweben derzeit in akuter Lebensgefahr. Drei weitere Fahrer wurden leicht verletzt und wurden mit einem Krankenwagen in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Vier Löschzüge und zwei Helikopter

Für die Dauer der Unfallaufnahme ist die A3 zwischen der Raststätte Hösel und dem Autobahnkreuz Breitscheid in Fahrtrichtung Oberhausen noch voraussichtlich bis 17 Uhr gesperrt. Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr waren bei dem Unfall mit vielen Einsatzkräften vor Ort. Darunter vier Löschzüge, ein ABC-Zug und zwei Rettungshubschrauber.

Das Maß der Verwüstung ließ am Donnerstagmorgen auch erfahrene Rettungskräfte nicht unbeeindruckt. „Das ist schon ein Einsatz, der vom Ausmaß her über das Alltägliche hinausgeht“, sagte Feuerwehrsprecher Jan Neumann. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der entstandene Sachschaden auf 250.000 Euro. Vor Ort war auch ein Unfallseelsorger, der laut Feuerwehrsprecher Neumann nach Abschluss derartiger Einsätze auch noch auf der Wache vorbeischaut. Dort werde dann gefragt, ob Rettungshelfer seelischen Beistand benötigen.

Polizei kontrolliert Gegenfahrbahn auf Gaffer

Die Polizei führte auf der Mittelleitplanke Videokontrollen der Gegenfahrbahn durch, um mögliche „Gaffer“ zu ermitteln. Die Unfallstelle wurde zudem mit mobilen Sichtblenden abgeschirmt. „Die Kollegen standen durch Zufall im Stau auf der Gegenfahrbahn. Weil sie die notwendige Technik dabeihatten, haben sie spontan die Kräfte vor Ort unterstützt“, sagte eine Polizeisprecherin.

Während der Unfallaufnahme konnten zahlreiche Schaulustige im Gegenverkehr festgestellt werden, die teilweise auch Filmaufnahmen fertigten. Entsprechende Verfahren wegen möglicher Verstöße werden durch die Polizei geprüft.

Mit Material von dpa

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