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„Ein neues Kapitel“: Kerber trennt sich von Trainer Beltz

Berlin. Vor wenigen Tagen kündigte Angelique Kerber einen „Neustart“ für die kommende Saison an. Nun gab sie die Trennung von ihrem langjährigen Trainer Torben Beltz bekannt. Ihr neuer Coach hat eine andere deutsche Tennisspielerin bereits in das Wimbledon-Finale geführt.

„Ein neues Kapitel“: Kerber trennt sich von Trainer Beltz

Geht mit einem neuen Trainer in die Saison 2018: Die ehemaligen Tennis-Weltranglistenerste Angelique Kerber. Foto: Javier Rojas

Nach ihrer enttäuschenden Saison und dem Absturz aus den Top 20 der Weltrangliste hat sich Angelique Kerber von ihrem langjährigen Trainer Torben Beltz getrennt.

„Es war eine schwere Entscheidung, aber ich bin dabei, ein neues Kapitel in meiner Karriere zu beginnen, mit einem neuen Trainer“, schrieb Kerber auf Twitter. Beim erhofften Ausweg aus ihrer sportlichen Krise setzt die 29 Jahre alte Tennisspielerin aus Kiel auf den belgischen Coach Wim Fissette, der bereits die frühere Weltklasse-Spielerin Kim Clijsters, die aktuelle Nummer eins Simona Halep oder Ex-Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki betreute.

„Es ist eine neue Chance und ich bin gespannt, herauszufinden, was wir gemeinsam erreichen können“, sagte Kerber. Nach den Grand-Slam-Siegen bei den Australian Open und den US Open im Vorjahr gewann Kerber 2017 kein Turnier mehr, kassierte 24 Niederlagen bei 29 Siegen und rutschte in der Weltrangliste von Platz eins auf 21 ab.

Schon vor wenigen Tagen hatte sie in einem offenen Brief an ihre Fans einen Neustart für die kommende Saison und „neue Wege“ angekündigt. „Es sind auch diese wichtigen Erfahrungen, die beruflichen Rückschläge, in denen man sehr viel über sich selbst lernt“, sagte Kerber. Sie sei im vergangenen Jahr „einen großen Schritt vorangekommen“. In ihrem Leben sei nicht nur die Weltrangliste der Maßstab. „Der eigene Wert als Person sollte nicht über berufliche Erfolge definiert werden, sondern unabhängig davon sein.“

Nach einem Urlaub auf den Seychellen freue sie sich nun auf den Beginn der Zusammenarbeit mit Fissette, betonte Kerber. Das erste Turnier unter dem neuen Coach wird der Hopman-Cup in Perth Anfang Januar sein, wo Kerber mit Alexander Zverev an den Start geht.

Der 37-Jährige Fissette ist kein Unbekannter im Tennis. Er führte 2009 seine Jugendfreundin Kim Clijsters völlig überraschend zum Titel bei den US Open. 2013 verdankte die Berlinerin Sabine Lisicki ihren Final-Einzug in Wimbledon auch dem Belgier. „Er hat schon oft bewiesen, wie gut er als Trainer ist und ich bin gespannt, was wir zusammen erreichen können“, ergänzte Kerber.

Auch die Rumänin Simona Halep oder die Britin Johanna Konta vertrauten bereits den Fähigkeiten Fissettes. Dieser spricht fließend Deutsch, hat lange im nordrhein-westfälischen Rödinghausen gelebt und dort auch beim heimischen TC gespielt. Fissette freut sich auf die Aufgabe mit Kerber: „Ich war in den letzten paar Jahren oft auf der anderen Trainerbank und konnte so ihren Weg gut verfolgen. Ich bin absolut überzeugt von ihren Qualitäten und froh, in Zukunft an ihrer Seite zu sein.“

Als Trainer ist er bekannt als scharfer Analytiker, der auch einmal unbequeme Wahrheiten ausspricht - möglicherweise genau der richtige Mann für Kerber, die sich in emotionalen Worten bei Beltz bedankte. „Wir teilen die besten Erinnerungen meiner bisherigen Karriere und Du warst nicht nur ein Trainer, sondern auch ein wahrer Freund. Das wird sich nicht ändern.“

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