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Eine Heimat für viele

Eine Heimat für viele

Seit 1958 wohnt Dieter Barylla in der Pestalozzi-Siedlung. püschner Foto: Foto: Felix Püschner

Castrop-Rauxel. 1983 wurde mit der Zeche Erin die letzte Zeche in Castrop-Rauxel geschlossen. Viele Jahre hatte der Bergbau Menschen Arbeit gegeben. Deshalb sind auch viele aus anderen Regionen, wo sie keinen Job fanden, ins Ruhrgebiet gekommen. Einer von ihnen ist Dieter Barylla, der als 16-Jähriger aus Schlesien nach Castrop-Rauxel kam. Heute ist er 86 Jahre alt und denkt gern an die alten Zeiten zurück. Besonders an die 10 Jahre, als er neben seinem Beruf gemeinsam mit seiner Ehefrau Hausvater und Hausmutter war. Denn bei ihnen im Pestalozzidorf wohnten über etliche Jahre junge Männer, die auf der Zeche Erin eine Ausbildung machten. Diese kamen nicht nur aus anderen Regionen Deutschlands, sondern auch aus Italien, der Türkei und Griechenland. Für sie waren die Baryllas Ersatzeltern. Einmal haben sie sogar gemeinsam mit einem Lehrling dessen Eltern in der Türkei besucht. Immer aber, so erinnert sich Dieter Barylla, war es schwer, wenn wieder einer ausgelernt hatte und auszog. Heute wohnt der ehemalige Bergmann immer noch in der Pestalozzisiedlung. Und auch die insgesamt sieben Doppelhäuser, in denen damals Hauseltern mit den Lehrlingen, ihren Pflegekindern, wohnten, sehen noch aus wie früher. Gabriele Regener

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