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Eisschnellläufer Beckert: Deutscher Rekord viel wert

Calgary. Die deutschen Eisschnellläufer starten bestens in den dritten Weltcup der Olympia-Saison. Beckert unterbietet den deutschen Rekord über 5000 Meter und wird Dritter. Auch Claudia Pechstein mischt vorne mit.

Eisschnellläufer Beckert: Deutscher Rekord viel wert

Claudia Pechstein lief in Calgary auf Rang fünf. Foto: Carina Johansen

Mit dem deutschen Rekord über 5000 Meter hat Eisschnellläufer Patrick Beckert sein erstes großes Saisonziel erreicht.

„Ich freue mich sehr, denn ich wollte mir den Rekord zurückholen“, sagte der Erfurter nach seinem furiosen Lauf auf dem schnellen Eis der Olympia-Bahn von Calgary. Nur Rekord-Weltmeister Sven Kramer aus den Niederlanden in 6:07,04 Minuten und der Kanadier Ted-Jan Bloemen (6:08,54) waren bei der dritten Weltcup-Station schneller.

Der 27-jährige Beckert unterbot in 6:10,80 Minuten die bisherige nationale Bestmarke von Moritz Geisreiter (6:13,03) an gleicher Stelle aus dem Jahr 2013. Auch der zwei Jahre ältere Inzeller Geisreiter blieb als Fünfter in 6:11,47 unter seiner Bestzeit. „Dass meine Zeit für Bronze reicht, zeigt, wie viel wert deutsche Rekorde sind“, betonte Beckert. In einem konstanten Lauf konnte er zum Schluss sogar noch beschleunigen. „Das gibt Selbstvertrauen vor Olympia.“

Teamleiter und Ex-Bundestrainer Helge Jasch war mit den Leistungen der Deutschen auf den langen Strecken in Kanada zufrieden: „Über 5000 Meter war das ein Supersache. Patrick ist extrem gut durchgekommen.“

Auch Claudia Pechstein war als Fünfte über 3000 Meter vorn dabei. Zwei Wochen nach ihrem Weltcupsieg über 5000 Meter in Norwegen lief die 45-jährige Berlinerin im Olympic Oval in 3:59,13 Minuten eine respektable Zeit. Die Japanerin Miho Takagi gewann das Rennen in 3:57,09 vor den Niederländerinnen Antoinette de Jong (3:57,78) und Ireen Wüst (3:58,10). „Claudia hat ein gutes Rennen gemacht, sie war nicht weit weg vom Podium“, meinte Jasch.

„Das ist mehr als ich erwartet habe. Ich bin richtig zufrieden“, sagte Pechstein der Deutschen Presse-Agentur. „Unter vier Minuten ist Weltklasse“. Damit rangiert sie im Gesamtweltcup hinter de Jong an zweiter Stelle.

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