Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Englischer Golfer Fleetwood holt Gesamtsieg auf Europa-Tour

Dubai. Am Ort, an dem Martin Kaymer vor sieben Jahren den bislang letzten Gesamtsieg eines deutschen Golfprofis auf der Europa-Tour errang, jubelt nun ein Engländer. In einem mitreißenden Finale in Dubai entscheidet allerdings eine Winzigkeit über die Saisonkrone.

Englischer Golfer Fleetwood holt Gesamtsieg auf Europa-Tour

Der Brite Tommy Fleetwood feierte den Gesamtsieg auf der Europa-Tour. Foto: Kamran Jebreili

Mit dem ersten Gesamtsieg auf der Europa-Tour beeindruckte der englische Golfprofi Tommy Fleetwood auch seinen deutschen Widersacher Martin Kaymer.

„Man muss den Hut vor ihm ziehen“, lobte der Mettmanner den 26-jährigen Briten mit Blick auf dessen Konstanz über das ganze Jahr hinweg. Beim letzten Turnier der Saison in Dubai reichte Fleetwood ein geteilter 21. Platz, um einen mitreißenden Fernkampf mit seinem Landsmann Justin Rose für sich zu entscheiden. Rose hatte am Sonntag in der entscheidenden Runde auf Titelkurs gelegen, kurz vor Schluss aber Nerven gezeigt. Zwei vermeidbare Bogeys kosteten ihm den zum Greifen nahen Gesamtsieg.

„Es lief alles bestens, ich habe großartiges Golf gespielt und alles unter Kontrolle gehabt. Doch dann war das Momentum nicht mehr auf meiner Seite“, haderte Rose, der das Turnier auf dem luxuriösen Kurs in den Vereinigten Arabischen Emiraten als geteilter Vierter mit 17 Schlägen unter Par beendete. Das reichte knapp nicht, um seinen zweiten Gesamtsieg auf der European Tour nach 2007 einzufahren.

Fleetwood kam vor allem in Runde vier nie an seine gewohnte Form heran, schloss den Sonntag indiskutabel mit zwei Versuchen über dem Platzstandard ab. Mit insgesamt elf Schlägen unter Par in Dubai schaffte er es nicht in die Top 20, doch sein Vorsprung in der Gesamtwertung genügte für den größten Erfolg seiner Karriere. „Ich habe nicht so gespielt, wie ich das wollte - aber es hat gereicht“, sagte er. Belohnung: eine Extra-Prämie von 1,25 Millionen US-Dollar.

Der im „Race to Dubai“-Titelkampf ohnehin chancenlose Martin Kaymer beendete eine schwache Saison versöhnlich. Mit zwölf Schlägen unter Par belegte der Gesamtsieger von 2010 beim Saisonfinale den geteilten 17. Platz, im Gesamtklassement wurde er 33. Einziger echter Stimmungsdämpfer in Dubai war die mäßige Vorstellung am Freitag in Runde zwei, als Kaymer nur den Platzstandard von 72 Schlägen schaffte und an Boden verlor. „Dadurch habe ich mir ein bisschen die Chance genommen, gewinnen zu können“, sagte er. Stattdessen sicherte sich der Spanier Jon Rahm in Dubai den Sieg mit 19 Schlägen unter Par.

Für Kaymer steht jetzt Urlaub an, Mitte Dezember will der ehemalige Weltranglistenerste dann nach Florida aufbrechen und sich auf die neue Saison vorbereiten. Das Abschneiden in Dubai und der fünfte Platz eine Woche zuvor im südafrikanischen Sun City machen ihm Mut, dass er wieder an Konstanz gewinnt. „Ich bin super zufrieden, wie ich die letzten zwei Wochen gespielt habe, das war sehr solide“, urteilte Kaymer. „Ich habe sehr viel, auf dem ich aufbauen kann.“

In den USA will er den Trainingsschwerpunkt auf seine kurzen Schläge legen. Schwache Putts vermasselten Kaymer dieses Jahr häufig bessere Platzierungen - insgesamt schaffte er es auf der Europa-Tour nur zweimal in die Top 10. „Ich weiß, was ich im Winter machen muss, um mir nächstes Jahr öfter die Chance zu geben, Turniere zu gewinnen, und in den Ryder Cup reinzukommen.“ Der wichtigste Team-Wettbewerb mit den je besten zwölf Spielern aus Europa und den USA ist einer der Saisonhöhepunkte 2018. Kaymer war seit 2010 - als er auch zum bisher einzigen Mal die Gesamtwertung der Europa-Tour gewann - stets dabei.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Golf

Schmerzfreie Woods-Rückkehr gefeiert - Rücken hält

Nassau. „Tiger is back“ - die Sportwelt feiert die Rückkehr des Superstars auf den Golfplatz frenetisch. Gegen das Comeback von Tiger Woods auf den Bahamas war der Turniersieg von Fowler nur eine Randnotiz. Nach vier Rücken-Operationen hat der 41-Jährige wieder Spaß am Spiel.mehr...

Golf

Golfstar Woods mit starkem Comeback auf den Bahamas

Nassau. Golf-Superstar Tiger Woods hat bei seinem ersten Turnier nach der zehnmonatigen Verletzungspause einen starken Eindruck hinterlassen. Der lädierte Rücken bereitete dem 41 Jahre alten Kalifornier an allen vier Tagen auf den Bahamas keinerlei Probleme mehr.mehr...

Golf

Woods weiter in guter Form bei Comeback auf den Bahamas

Nassau. US-Golfstar Tiger Woods hat auch am zweiten Tag seines Comebacks auf den Bahamas einen starken Eindruck hinterlassen. Der 41-jährige Kalifornier spielte am Freitag eine 68er Runde auf dem Par-72-Kurs des Albany Golf Clubs.mehr...

Golf

Sportstars feiern Comeback von Woods - „Tiger is back“

Nassau. Die Sportwelt hat das lang erwartete Comeback von Golfstar Tiger Woods gefeiert. „So aufgeregt, Tiger Woods wieder da draußen zu sehen“, twitterte Schwimm-Olympiasieger Michael Phelps.mehr...

Golf

Tiger Woods: Comeback auf den Bahamas

Nassau. Das erneute Comeback von Tiger Woods ist in den USA wieder ein riesiges Medienereignis. Nach Rücken-OP Nummer vier und zehn Monaten Wettkampfpause erlebt der Golf-Superstar auf den Bahamas ein Déjà-vu.mehr...