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Erkältet: Weltmeisterin Dahlmeier verpasst Saisonstart

Leipzig. Nicht schon wieder. Gesundheitliche Probleme setzen Biathlon-Star Laura Dahlmeier erneut außer Gefecht. Sie ist erkältet. Die Skijäger starten damit ohne ihre Beste in den Olympia-Winter.

Erkältet: Weltmeisterin Dahlmeier verpasst Saisonstart

Laura Dahlmeier verschiebt ihren Start in die Saison wegen einer Erkältung. Foto: Karl-Josef Hildenbrand.

Deutschlands Biathlon-Star Laura Dahlmeier liegt zu Hause in Garmisch-Partenkirchen krank im Bett. Statt die letzten Tests auf Ski und am Schießstand zu absolvieren, verpasst die siebenmalige Weltmeisterin zum dritten Mal seit 2014 den Saisonstart - diesmal wegen einer Erkältung.

„Letzte Woche habe ich mich mit großer Vorfreude auf den kommenden Weltcupauftakt in Östersund vorbereitet. Doch nun hat mich eine Erkältung erwischt und die ersten Rennen müssen leider noch warten“, teilte die 24-Jährige auf ihrer Facebook-Seite mit. Statt Waffe und Ski heißt es nun:  „Ingwertee und Bett.“

Für Dahlmeier ist das ein schlechtes Déjà-vu. Denn bereits im Dezember 2014 hatte sie die ersten fünf Rennen verpasst, nachdem sich die passionierte Bergsteigerin in der Saisonvorbereitung bei einem Kletterunfall eine Fußverletzung zugezogen hatte. Im Jahr danach musste sie wegen eines hartnäckigen Infekts die drei Auftaktrennen auslassen. In der vergangenen Saison war sie fit und lief sofort mit einem Sieg und einem zweiten Platz ins Gelbe Trikot.

Nach dem letzten Lehrgang im norwegischen Sjusjoen kratzte der Hals, Dahlmeier reiste dann nach Hause statt wie der Rest des Teams nach Östersund. Wann sie in die Olympia-Saison einsteigt, ist noch offen. Der zweite Weltcup findet vom 8. bis 10. Dezember in Hochfilzen statt. Dort hatte Dahlmeier in der Vorsaison mit fünfmal Gold und einmal Silber Sportgeschichte geschrieben.

„Sie braucht vor dem ersten Weltcupeinsatz auf jeden Fall ein paar stabile Trainingseinheiten“, sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig. Danach richte sich die Einsatzplanung.

Dahlmeier geht kein Risiko ein. Zumal ihr großes Saisonziel ohnehin die Olympischen Winterspiele im Februar in Pyeongchang sind. Da peilt sie mindestens eine Goldmedaille an, am liebsten in einem Einzelwettbewerb. Sie hatte in der Vorsaison inklusive WM zehn Saisonerfolge geholt und stand noch sieben Mal auf dem Podium.

Für die ersten beiden Saisonrennen stellten die Bundestrainer Hönig und Mark Kirchner folgende Teams auf: In der Mixed-Staffel laufen Maren Hammerschmidt, Franziska Preuß, Benedikt Doll und Arnd Peiffer. In der Single-Mixed gehen Vanessa Hinz und Erik Lesser an den Start. Dahlmeier wollte ursprünglich in der Single-Mixed-Staffel laufen.

Herren-Bundestrainer Kirchner schont derweil Massenstart-Weltmeister Simon Schempp. Der Uhinger steigt erst im Einzel am kommenden Donnerstag ein. Auch Staffel-Weltmeisterin Franziska Hildebrand, die wegen einer Fußverletzung in der Saisonvorbereitung gehandicapt vor, kommt erst am Mittwoch im Einzel zum Einsatz. Neben den Einzeln stehen noch die Sprints und Verfolgungsrennen auf dem Programm.

Nach dem Ausfall von Dahlmeier wird Hönig zwei Weltcupplätze im Anschluss an den laufenden IBU-Cup in Sjusjoen vergeben. Ex-Langläuferin Denise Herrmann schien gute Karten zu haben. Sie hatte vor ihrem zweiten Biathlon-Winter bei den deutschen Meisterschaften drei Titel geholt und ein Testrennen in Sjusjoen gewonnen.

Im Sprint am Donnerstag wurde die 28-Jährige bei schwierigen Bedingungen nach sechs Fehlern aber nur 44. Stehend traf sie keine der fünf Scheiben. Nadine Horchler wurde Neunte, ihre Schwester Karolin Zwölfte. Johannes Kühn empfahl sich mit Rang zwei ebenfalls für einen der letzten zwei Weltcupplätze im Herren-Team.

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