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Experten: Fortschritte bei Schweriner Welterbe-Bewerbung

Schwerin. Vor zehn Jahren ist in Schwerin der Beschluss gefasst worden, das Schloss auf die Welterbe-Liste der Unesco zu bringen. Der Weg dorthin ist steinig, denn Schlösser mit Welterbe-Status gibt es viele.

Experten: Fortschritte bei Schweriner Welterbe-Bewerbung

Blick von oben auf das Schweriner Schloss. Foto: Lutz Knauth

Schwerin macht auf seinem Weg zur Unesco- Weltkulturerbe-Bewerbung Experten zufolge Fortschritte.

„Wir sind ein ganzes Stück weitergekommen“, sagte Marie-Theres Albert vom Berliner Heritage-Institut am Montag im Schweriner Schloss bei der Jahrestagung des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalpflege (Icomos).

Noch gebe es aber viel zu tun, etwa bei der Herausarbeitung des herausragenden universellen Wertes des Schweriner Residenzensembles.

In drei Jahren will Schwerin seine Bewerbung bei der Unesco in Paris abgeben. Seit 2014 steht das Residenzensemble auf der deutschen Vorschlagsliste. Das Schloss am Schweriner See gilt mit den umgebenden Gebäuden und Gärten als außergewöhnliches Zeugnis des romantischen Historismus in Europa.

Albert verwies darauf, dass mehr als die Hälfte der aktuell 832 Kulturerbestätten auf der Unesco-Welterbeliste in Europa oder Nordamerika liegen. Ein relativ junger Schwerpunkt seien Kulturlandschaften. Als solche soll das Schweriner Ensemble bei der Unesco angemeldet werden. Albert verwies auf die eiszeitlich geprägte Seenlandschaft, in der über Jahrhunderte Slawen siedelten und ein Machtzentrum errichteten. Seit 1358 ist Schwerin die Residenz der Herzöge von Mecklenburg.

Diskutiert wird gegenwärtig über den Umfang von Kern- und Pufferzonen für die Unesco-Welterbe-Bewerbung. Die Welterbe-Kernzone ist mit strengen Schutzauflagen verbunden.

Die Jahrestagung des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalpflege war zugleich die 3. Schweriner Welterbetagung. Für seine Bewerbung muss Schwerin eine Vergleichsstudie anfertigen. Der Vergleich mit Residenzen und Residenzlandschaften in Deutschland und den Nachbarländern soll dazu dienen, Ort und Rang der Schweriner Anlage genauer zu bestimmen. Bei der Tagung gab es dazu Vorträge unter anderem zu Windsor Castle, zu den Schlössern der Loire und zur Thüringer Residenzlandschaft.

Das Experten-Treffen im Schweriner Schloss dauert bis Dienstag.

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