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FCA-Manager Reuter fordert nach Aufreger runden Tisch

Augsburg. In Augsburg wird über den Schiedsrichter diskutiert. Hätte Christian Dingert nach einem Handspiel auf Elfmeter entscheiden sollen? Für Manager und Trainer des FCA steht fest: ja. Bayer Leverkusen bewertet die Aufregerszene anders.

FCA-Manager Reuter fordert nach Aufreger runden Tisch

Hat eine klare Meinung zum Videobeweis: FCA-Manager Stefan Reuter. Foto: Stefan Puchner

Verständnis konnten die Augsburger Manuel Baum und Stefan Reuter für Schiedsrichter Christian Dingert nun wirklich nicht aufbringen.

Ein Handspiel des Leverkuseners Panagiotis Retsos im eigenen Strafraum und der Verzicht des Referees auf einen Elfmeter verärgerten das Führungsduo der Fuggerstädter. Dass Dingert auch nach Rücksprache mit dem Videoschiedsrichter keinen Strafstoß verhängte, veranlasste Reuter nach dem Remis gegen Angstgegner Bayer Leverkusen zu einem allgemeinen Vorstoß in Sachen Videobeweis.

„So wie es aktuell läuft, dass man jede Woche die Diskussionen hat, das macht echt keinen Spaß mehr“, sagte Reuter nach dem 1:1 (0:0) am Samstag. „Es ist ja ganz offensichtlich, dass nahezu alle dafür sind, aber dass nahezu alle auch unzufrieden mit der Situation sind. Von daher gibt es Redebedarf.“

Die Modifizierung des Videobeweises, wonach der Videoassistent mehr Handlungsspielraum hat, sieht Reuter als Grundlage für einen runden Tisch in großer Runde. „Es ist zwingend erforderlich, dass wir uns da zusammensetzen“, forderte er und empfahl für das Videozentrum in Köln „internationale Schiedsrichter“.

Die Aufregerszene ereignete sich in der 40. Minute, als Retsos den Ball an die Hand bekam. Noch mehr Verwirrung verursachte jedoch unfreiwillig eine Geste Dingerts, der nach dem Spiel Aufklärungsarbeit leistete. „Für mich war es ein unabsichtliches Handspiel. Der Ball fällt dem Leverkusener Spieler von oben an die Hand, unabsichtlich“, beschrieb er die Situation, „und ich zeige, das war wahrscheinlich die Irritation, Abstoß an.“

Reuter und so manch ein anderer Augsburger hatte das ganz anders gesehen. „Wir haben uns die Szene ungefähr 20 Mal angeschaut, und er zeigt ganz klar auf den Punkt, ins Zentrum“, beteuerte der Manager des FCA. „Es gab keinen Pfiff, weil wenn ein Pfiff gewesen wäre und ich hätte das Ganze nach Rücksprache mit dem Videoschiedsrichter quasi revidiert, dann hätte ich auch unser Zeichen (Fenster) machen müssen“, erläuterte Dingert. „Das habe ich nicht gemacht, von daher war es eine Irritation. Ich zeige Abstoß an, es kam aber so rüber wie ein Elfmeterpfiff - und den gab es nicht.“

Wirklich unzufrieden mit dem Remis waren am Ende aber weder der FCA noch Bayer, die mit jeweils 16 Punkten in die Länderspielpause gehen. „Ich sehe den Punkt als Punktgewinn, hier haben schon andere Mannschaften Federn gelassen“, sagte Leverkusens Coach Heiko Herrlich nach dem schwungvollen Duell, in dem er vor dem Handspiel von Retsos einen Schubser gegen seinen Verteidiger anführte.

„Grundsätzlich bin ich mit dem Punkt zufrieden“, sagte Baum, dessen Augsburger aber auch im 15. Pflichtspiel gegen Bayer nicht gewinnen konnten. Dafür konnte sich der FCA-Coach über das Premierentor von Youngster Kevin Danso freuen. Der 19 Jahre alte Verteidiger rutschte vor dem 0:1 durch Kevin Volland (47. Minute) erst weg, ehe er nur zwei Minuten später das 1:1 erzielte. „Ich wusste gar nicht, wie ich reagieren soll“, sagte Danso hin- und hergerissen.

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