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Französischer Schriftsteller Jean d'Ormesson gestorben

Paris. Er war betagt - doch Jean d'Ormesson verkörperte bis zuletzt mit Verve den französischen Esprit. Staatschef Macron würdigt die Leistungen des großen Publizisten.

Französischer Schriftsteller Jean d'Ormesson gestorben

Der französische Journalist und Schriftsteller Jean d'Ormesson ist tot. Foto: AP

Der französische Journalist und Schriftsteller Jean d'Ormesson ist am Dienstag im Alter von 92 Jahren gestorben. Das bestätigte die Académie française, deren Mitglied D'Ormesson gewesen war.

Der aus einer traditionsreichen Familie stammende Publizist veröffentlichte rund 40 Werke und erreichte damit in seinem Heimatland ein breites Publikum.

Staatspräsident Emmanuel Macron würdigte das Werks D'Ormessons. Er sei die Verkörperung des französisches Geistes gewesen, habe Eleganz, Anmut, Lebenlust und eine unermüdliche Neugier miteinander verbunden.

„Seine Worte, sein Blick (und) sein Esprit fehlen uns bereits. Er hat das Glück gesucht und uns davon viel gegeben“, schrieb der 39-jährige Macron. „Auf Wiedersehen und danke, Herr D'Ormesson: Es war gut.“

Macron erinnerte an das politische Engagement D'Ormessons, der von 1974 bis 1977 Generaldirektor der konservativen Zeitung „Le Figaro“ war. Seine Beiträge waren auch danach in dem Blatt zu lesen. Seit 1973 gehörte D'Ormesson zum kleinen Kreis der „Unsterblichen“ der Académie française. Macrons Amtsvorgänger François Hollande würdigte laut Nachrichtenagentur AFP den Schriftsteller als „einen unermüdlichen Verteidiger der französischen Sprache“.

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