Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

„Geburten-Dschihad“ als „Unwort“ vorgeschlagen

Darmstadt. Unter den Vorschlägen für das nächste „Unwort des Jahres“ sind Begriffe wie „Geburten-Dschihad“ und „Krawall-Touristen“ im Rennen.

„Geburten-Dschihad“ als „Unwort“ vorgeschlagen

Das „Unwort des Jahres 2017“ soll am 16. Januar 2018 in Darmstadt bekanntgegeben werden. Für 2016 war der Begriff „Volksverräter“ gewählt worden. Foto: Stephan Jansen/Illustration

Dies teilte die sprachkritische Jury in Darmstadt mit. Die erste Bezeichnung stammt aus der Diskussion über eine angebliche Islamisierung Deutschlands, die zweite steht im Zusammenhang mit der Gewalt beim G-20 Gipfel in Hamburg. Beide Begriffe waren bis etwa Mitte Oktober jeweils drei Mal eingegangen.

Das „Unwort des Jahres 2017“ soll am 16. Januar 2018 in Darmstadt bekanntgegeben werden. Für 2016 war der Begriff „Volksverräter“ gewählt worden. Bisher gingen 381 Einsendungen ein, weniger als üblich. Vorschläge können bis zum 31. Dezember 2017 an die Mail-Adresse vorschlaege@unwortdesjahres.net geschickt werden. Die Jury besteht im Kern aus vier Sprachwissenschaftlern und einem Journalisten. Sie richtet sich nicht nach der Häufigkeit der Vorschläge, sondern entscheidet unabhängig.

Besonders häufig eingereicht wurden bisher Schlagworte wie „alternative Fakten“ (51 Mal) und „Fake News“ (9 Mal). Gerade der erste Begriff sei aber in der US-Politik geprägt worden. Deshalb komme es in Deutschland eigentlich nicht in Frage, erläuterte die Jury. Zum „Unwort“ 2015 war der häufig von Rechtspopulisten verwendete Begriff „Gutmensch“ gewählt worden. Für 2014 hatte das Gremium „Lügenpresse“ ausgesucht.

Die Jury kritisiert Schlagworte, die „gegen das Prinzip der Menschenwürde“ und „Prinzipien der Demokratie“ verstoßen, weil sie „einzelne gesellschaftliche Gruppen diskriminieren“ oder „euphemistisch, verschleiernd oder gar irreführend“ sind. Die Aktion gibt es seit 1991.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Panorama

Drei Tote bei Absturz von Kleinflugzeug in Baden-Württemberg

Ravensburg. Kurz vor dem Ziel stürzt ein Kleinflugzeug in einem schwer zugänglichen Gebiet ab. Die Polizei findet drei Tote. Schnee erschwert in der Nacht die Bergungsarbeiten.mehr...

Panorama

Weihnachtsbäume oft mit Pestiziden belastet

Nürnberg. Weihnachtsbäume in Deutschland sind laut Naturschützern teils mit gefährlichen Pestiziden belastet. Bei 13 von 17 untersuchten Bäumen habe ein unabhängiges Labor in den Nadeln Rückstände verschiedener Pflanzenschutzmittel nachgewiesen.mehr...

Panorama

Regen, Matsch, Schnee: Wetter bleibt ungemütlich

Offenbach/Berlin. Das Wetter in Deutschland bleibt durchwachsen. Zum Wochenende hin könnte der Winter im ganzen Land zurückkehren. Offen ist, ob sich der Neuschnee bis Weihnachten hält.mehr...

Panorama

Vorsätze für 2018: Weniger Stress und Handy

Hamburg. Die Wünsche für das neue Jahr ähneln denen vergangener Jahre: Weniger Stress erhoffen sich viele. Vor allem Jüngere denken dabei an ihr Handy und wünschen sich mehr Offline-Zeit.mehr...

Panorama

Bundesamt warnt vor falschem Umgang mit Böllern

Berlin. Die Silvesterknallerei ist nicht mehr fern - und Experten warnen vor falschem Umgang damit. Immer wieder stellen Zollbeamte unerlaubtes Feuerwerk aus dem Ausland in Deutschland sicher.mehr...

Panorama

Nass-kaltes Winterwetter in Deutschland erwartet

Offenbach. Schirm und dicke Jacke bleiben der Begleiter: In den kommenden Tagen wird nass-kaltes und windiges Wetter erwartet, erst zum Wochenende hin kehrt der Winter gebietsweise zurück.mehr...