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Gegen Diskriminierung: Schalke verleiht Auszeichnung

Gelsenkirchen. Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 verleiht 2018 erstmals die Ernst Alexander Auszeichnung. Damit hole der Revierclub „alle jüdischen Mitglieder, die entrechtet, verfolgt und ermordet wurden, symbolisch in die Vereinsfamilie zurück“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins vom Mittwoch. Das einstige Clubmitglied Ernst Alexander wurde von den Nationalsozialisten deportiert und im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Die Auszeichnung ist auch an Menschen gerichtet, die sich für Integration, Vielfalt und Toleranz einsetzen.

Die erste Ernst Alexander Auszeichnung erhält 2018 das Grillo-Gymnasium in Gelsenkirchen. Schülerinnen und Schüler haben sich auf Spurensuche im ehemaligen niederländischen Durchgangslager Westerbork begeben, um dort den Lebens- und Leidensweg von Ernst Alexander nachzuzeichnen. Die Erkenntnisse werden auf einer Gedenktafel festgehalten, die ein Teil des städtischen Projekts „Erinnerungsorte“ wird.

Schalke 04 arbeitet seit Jahren in verschiedenen Projekten die eigene Vergangenheit im NS-Regime auf und hat 2004 dazu auch eine wissenschaftliche Studie erstellen lassen. „Der S04 hat sich während der Nazi-Diktatur nicht schützend vor seine jüdischen Mitglieder gestellt“, hieß es in der Mitteilung weiter.

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