Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Geld zurück für Telekom-Kunden nach überhöhten Rechnungen

Bonn/Berlin. Ein Festnetz-Telefonat für über 30 Euro pro Minute? Solche Rechnungen konnten manche Telekom-Kunden an öffentlichen Geräten bis vor kurzem bekommen - wobei die Kreditkarten-Tarife teils nicht klar erkennbar waren. Inzwischen sollen die „Fehlfunktionen“ aufgearbeitet sein.

Geld zurück für Telekom-Kunden nach überhöhten Rechnungen

Ein magentafarbener Telefonhörer an einer Telefonsäule der Deutschen Telekom. Foto: Oliver Berg

Kunden der Telekom haben nach teils drastisch überhöhten Abrechnungen bei der Nutzung von Kreditkarten-Telefonen jetzt ihr Geld zurück bekommen.

Dies gab die Bundesnetzagentur in Bonn bekannt. Sie hatte Fälle geprüft, in denen bei der Vermittlung von Gesprächen über die Schweizer Firma BBG an Telefonsäulen der Deutschen Telekom ein Vielfaches der Gebühren angefallen war, die sonst bei Bezahlung per Kreditkarte üblicherweise entstehen.

„Die Kunden, die im Zeitraum der Fehlfunktionen falsch tarifiert wurden, haben nach Aussage des Unternehmens die vollständige Belastung vergütet bekommen“, sagte ein Sprecher der Netzagentur mit Blick auf die Deutsche Telekom. Von BBG hatten die Regulierer eine Stellungnahme angefordert - nach Hinweisen auf Unregelmäßigkeiten an öffentlichen Kreditkarten-Telefonen etwa an Bahnhöfen oder Flughäfen.

Ursache der überhöhten Abrechnungen - teilweise lagen die angesagten Tarife bei bis zu 33 Euro pro Minute - soll ein Update auf einer Vermittlungsplattform gewesen sein. BBG hatte seine Preisgestaltung als hinreichend transparent bezeichnet. Auch bei bewusster Auswahl der Telekom anstatt der Schweizer wurde mitunter aber über BBG abgerechnet - zu deutlich höheren Kosten für die Kunden.

Nach Angaben der Netzagentur endete das Vertragsverhältnis mit der Telekom zum 1. Oktober. Die Deutsche Telekom bestätigte das Ende ihrer Geschäftsbeziehung mit BBG. Rund 50 Kunden seien zuvor von den Schweizern entschädigt worden, sagte ein Sprecher. Zuvor hatte der Bonner Konzern angekündigt, bis zu einer Klärung den von außen teils nicht klar erkennbaren BBG-Dienst „zum Schutz unserer Kunden“ vorläufig zu sperren.

Verbraucherschützer warnten vor unerwartet hohen Kosten durch nicht eindeutig gekennzeichnete Anbieter für Nutzer, die trotz der hohen Verbreitung von Mobiltelefonen auch einmal auf Festnetzgeräte zurückgreifen müssen. In den USA gab es bereits Sammelklagen gegen BBG, allerdings wurde das letzte Verfahren 2012 eingestellt.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Airbus-Konzernchef Tom Enders hört 2019 auf

Toulouse. Korruptionsvorwürfe und Personalspekulationen: Seit Monaten rumort es im europäischen Luftfahrtkonzern Airbus. Nun kündigt der Flugzeug-Riese einen Wechsel seines Top-Managements an.mehr...

Dax

DAX: Schlusskurse im Späthandel am 14.12.2017

Frankfurt/Main. An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im Späthandel am 14.12.2017 um 20:30 Uhr folgende Schlusskurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt. (Stand und Veränderung zur Schlussnotierung am vorherigen Börsentag bei Aktien in Euro, bei Indizes in Punkten).mehr...

Dax

DAX: Schlusskurse im XETRA-Handel am 14.12.2017 um 17:55 Uhr

Frankfurt/Main. An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im elektronischen Handel (Xetra) am 14.12.2017 um 17:55 Uhr folgende Schlusskurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt.mehr...

Wirtschaft

Airbus-Verwaltungsratschef für Wechsel in der Führungsetage

Toulouse. Korruptionsverdacht und Personalspekulationen: Seit Monaten rumort es beim europäischen Luftfahrtriesen Airbus. Nun wird auch ganz offen über mögliche Management-Wechsel gesprochen.mehr...

Wirtschaft

Wieder ICE-Verspätungen auf Pannenstrecke München-Berlin

Berlin. Auf der neuen Bahnstrecke München-Berlin haben sich wieder einige Züge lange verspätet. Ein ICE auf dem Weg nach Berlin war am Nachmittag mit zweieinhalb Stunden Verspätung unterwegs.mehr...

Wirtschaft

Mega-Deal: Disney kauft Großteil von Murdochs Fox-Konzern

Burbank/New York. Die Simpsons schlüpfen bei Micky Maus und Star Wars unters Konzerndach: Der Disney-Konzern übernimmt für mehr als 50 Milliarden Dollar die meisten Sparten des Rivalen Fox. Medienmogul Murdoch behält jedoch seine erzkonservativen Nachrichtensender.mehr...