Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Gericht: Trockenes Brötchen und Kaffee sind kein Frühstück

Münster (dpa/tmn) Bei einem Frühstück setzt jeder andere Prioritäten. Manche brauchen nur einen Kaffee, andere bestehen jedoch auch auf Brot oder Brötchen. Aber wie ist es eigentlich gesetzlich geregelt, was zu einem Frühstück gehört und was nicht?

Gericht: Trockenes Brötchen und Kaffee sind kein Frühstück

Ein Gericht entschied darüber, was als Frühstück gezählt wird und was nicht. Foto: Britta Pedersen/dpa

Trockene Brötchen und Kaffee sind nach Meinung des Finanzgerichts Münster kein vollwertiges Frühstück und müssen deshalb vom Arbeitgeber für seine Mitarbeiter nicht versteuert werden.

Nach Auffassung des Gerichts fehlt laut jetzt veröffentlichten Urteil für ein Frühstück nach dem allgemeinen Sprachgebrauch noch der Aufschnitt oder ein Belag (Az.: 11 K 4108/14).

Geklagt hatte eine Softwarefirma mit 80 Mitarbeitern. Das Unternehmen stellte auf Körben in der Kantine für die Belegschaft, Kunden und Gäste täglich 150 Brötchen zur Verfügung. Kostenlos gibt es dazu aus einem Automaten heiße Getränke. Das Finanzamt sah darin eine "unentgeltliche Zurverfügungstellung einer Mahlzeit an den Arbeitnehmer in Form eines Frühstücks" und forderte unter Berücksichtigung der Preissteigerung der letzten Jahre die Besteuerung von 1,50 bis 1,57 Euro je Mitarbeiter und Tag.

Wegen des fehlenden Belags lehnte das Finanzgericht Münster dies aber ab. Bei dem Streitfall handele es sich höchstens um "Kost". Die müsse zwar auch besteuert werden. Das Gesetz sieht für diesen Fall allerdings eine andere Freigrenze vor, die nicht überschritten wurde.

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung hat das Gericht die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen.

Urteil des Finanzgerichts

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Kindergeld: Masterstudium kann zur Erstausbildung zählen

Mainz (dpa/tmn) Gute Nachrichten für Eltern: Unter gewissen Umständen steht Müttern und Vätern von studierenden Kindern mehr Kindergeld zu. Entscheidend dafür ist die Wahl des Masterstudiengangs.mehr...

Wirtschaft

Entfernungspauschale gilt auch bei längeren Arbeitseinsätzen

Münster (dpa/tmn) Wer zur Arbeit fährt, fährt auch wieder nach Hause. Steuerlich wirkt sich in der Regel aber nur eine Wegstrecke aus. Aber was, wenn der Arbeitseinsatz mehrere Tage dauert? Können dann alle Fahrten abgerechnet werden?mehr...

Wirtschaft

BFH: Verzicht auf Pflichtteil kann künftig teurer werden

München (dpa/tmn) Wer etwas erbt, muss oft Steuern zahlen. Das gilt auch, wenn man auf den Pflichtteil verzichtet und dafür eine Abfindung erhält. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes können in solchen Fällen unter Umständen sogar bald mehr Abgaben anfallen.mehr...

Wirtschaft

Steuererklärung: Kein Verspätungszuschlag bei Frist-Fehler

München (dpa/tmn) Wer die Hilfe eines Steuerberaters oder Lohnsteuerhilfevereins in Anspruch nimmt, hat für seine Steuereklärung bis zum 31. Dezember Zeit. Allerdings kann das Finanzamt verlangen, dass die Erklärung vorzeitig abgegeben wird. Das muss aber ausreichend begründet werden.mehr...

Wirtschaft

Kinder pflegen Eltern - Freibetrag bei Erbschaftsteuer

München (dpa/tmn) Gute Nachrichten für Kinder, die ihre Eltern gepflegt haben. Sie können bei der Erbschaftsteuer einen Freibetrag geltend machen. Das hat der Bundesfinanzhof entgegen der gängigen Verwaltungspraxis nun entschieden.mehr...

Wirtschaft

Gericht weist Klage gegen Höhe von Steuerzinsen ab

Münster (dpa) Verbraucher müssen immer niedrigere Sparzinsen hinnehmen. Aber die Nachzahlungszinsen bleiben so hoch wie sie sind? Das fand ein Ehepaar ungerecht und erhob Klage. Jetzt haben die Finanzrichter in Münster darüber geurteilt.mehr...