Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Test der NRW-Regierung

Gewerkschaft will Elektroschock-Pistole für Polizisten

Düsseldorf Die Gewerkschaft der Polizei stellt sich in Nordrhein-Westfalen nicht mehr gegen die Aufrüstung der Beamten mit Elektroschockpistolen - so genannte Taser. Einen entsprechenden Test sieht die NRW-Landesregierung vor.

Gewerkschaft will Elektroschock-Pistole für Polizisten

Die Gewerkschaft der Polizei ist für die Ausrüstung von Polizisten mit Tasern in NRW. Foto: dpa

Die Gewerkschaft der Polizei hat sich für einen Probelauf mit Elektroschockpistolen in Nordrhein-Westfalen ausgesprochen. Man werde einen solchen Versuch bei der NRW-Polizei mittragen. Das hat GdP-Landeschef Arnold Plickert am Montag bei einer Tagung der NRW-Polizeipräsidenten in Mettmann angekündigt.

Damit vollzog die Gewerkschaft einen Sinneswandel: Vor einiger Zeit hatte sich ein Landesdelegiertentag noch mehrheitlich gegen die als Taser bekannten Waffen ausgesprochen.

NRW-Regierung sieht Testlauf für Taser vor

Inzwischen gebe es aber eine neue Generation von Geräten, die sich in Berlin als hoch abschreckend und deeskalierend erwiesen habe, sagte ein Gewerkschaftsprecher. Dort hätten Beamte 30 Mal mit dem Einsatz gedroht, die Waffe aber kein einiges Mal auslösen müssen. Die neuen Distanzwaffen markieren den Treffpunkt der Metallhaken auf dem Körper vorab mit Laser-Lichtpunkten.

In ihrem Koalitionsvertrag hatte die schwarz-gelbe Landesregierung einen Test der „Distanz-Elektroimpulsgeräte“ vereinbart.

Es spreche auch nichts gegen die Einführung von Bodycams für die Polizisten. Der derzeit laufende Pilotversuch könne aus Sicht der GdP verkürzt werden, sagte Plickert dem GdP-Sprecher zufolge.

Mehr Taser für Bayern bereits beschlossen

Kritischer äußerte sich der Gewerkschafts-Chef zur Ausweitung der Video-Überwachung: Diese mache nur Sinn, wenn in der Nähe der Kameras auch Polizei für ein sofortiges Eingreifen bereitstehe.

Die bayerische Landesregierung hatte am Montag angekündigt, weitere Polizisten in Bayern mit Elektroschockpistolen auszurüsten.

Die Elektroschockpistolen setzen den Getroffenen für mehrere Sekunden außer Gefecht. Sie funktionieren aber nicht immer: etwa wenn die Elektroden die Kleidung des Angreifers nicht durchdringen.

Mit den Elektroschockern kann ein Mensch für kurze Zeit handlungsunfähig gemacht werden - und das aus einer Distanz von mehreren Metern. Aus der Waffe werden dafür zwei kleine Pfeile an Drähten abgeschossen. Sie erzeugen einen Stromkreislauf und die Muskeln werden dadurch kurzzeitig blockiert. Der Taser-Einsatz ist wegen der gesundheitlichen Risiken umstritten.

dpa

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Inland

Beck fordert höhere Finanzhilfen für Terroropfer

Berlin. Ein Jahr nach dem Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt hat der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Kurt Beck, deutlich höhere Entschädigungen für Hinterbliebene und Verletzte gefordert.mehr...

Ausland

Klimaschützer loben Pariser Gipfel

Paris. Konzerne, Staaten und Privatleute wie Bill Gates haben in Paris mehr Engagement beim Kampf gegen die Erderwärmung versprochen. Klimaschützer freut das - aber von Deutschland wünschen sie sich mehr.mehr...

Ausland

Tillerson: USA jederzeit zu Gesprächen mit Nordkorea bereit

Washington/Peking. Während Südkoreas Präsident Moon Jae In in Peking über die Nordkorea-Krise berät, kommen aus den USA plötzlich versöhnliche Töne: Gespräche mit Pjöngjang seien jederzeit denkbar. Wie realistisch sind Verhandlungen?mehr...

Inland

Kretschmer neuer Ministerpräsident von Sachsen

Dresden. Er tritt für einen starken Staat ein und für „deutsche Werte“. Michael Kretschmer ist zum sächsischen Ministerpräsidenten und Nachfolger von Stanislaw Tillich gewählt worden. Er muss die sächsische CDU gegen die rechte AfD-Konkurrenz aus der Krise führen.mehr...

Ausland

Britische Abgeordnete wollen Vetorecht beim Brexit-Abkommen

London. Theresa Mays Freude über die Einigung mit Brüssel in Sachen Brexit-Gespräche könnte getrübt werden. Sie muss bei der Debatte über das EU-Austrittsgesetz im Parlament ein Debakel befürchten.mehr...