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Gladbach und Schalke kämpfen um Kronprinzen-Rolle

Mönchengladbach/Gelsenkirchen. Mönchengladbach und Schalke verpassten am vergangenen Wochenende den Sprung auf Rang zwei. Dies kann dem einen oder anderen nun im direkten Duell gelingen, wenn es einen Sieger gibt. Beide Teams plagen aber große Personalsorgen.

Gladbach und Schalke kämpfen um Kronprinzen-Rolle

Christoph Kramer ist nach seiner Schädelprellung wieder ins Training eingestiegen, sein Einsatz ist aber unsicher. Foto: Marius Becker

Im Kampf um die Kronprinzen-Rolle hinter König Bayern München können Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 Versäumtes nachholen.

Die Westrivalen stehen sich am Samstag im Borussia-Park im Top-Spiel des Tabellendritten gegen den -vierten (18.30 Uhr) gegenüber - dem Sieger winkt mit etwas Schützenhilfe Rang zwei hinter dem Meister.

„Tabellenplatz und Statistiken sind nicht wichtig“, sagte jedoch Schalkes Trainer Domenico Tedesco am Donnerstag. In der Vorwoche schienen beide schon auf dem Sprung auf Platz zwei, verpassten aber die große Gelegenheit, ihre Coups zu veredeln. Schalke ließ dem gefühlten 4:4-Sieg in Dortmund die gefühlte 2:2-Niederlage gegen Köln folgen. Gladbach, in der Vorwoche noch stolzer Bayern-Bezwinger beim 2:1, verlor 0:3 in Wolfsburg.

Sowohl Tedesco als auch sein Kollege Dieter Hecking gehen aber mit einer schweren Hypothek in das 89. Bundesliga-Duell beider Clubs. Bei Schalke fehlt Nationalspieler Leon Goretzka, der unter der Woche wegen einer sogenannten knöchernen Stressreaktion nicht trainieren konnte. Der Borussia stehen neben fünf Langzeitverletzten auch Tony Jantschke (Vorsichtsmaßnahme) und Fabian Johnson (Rückenprobleme) nicht zur Verfügung. Außerdem ist der Einsatz des am Mittwoch ins Training zurückgekehrten Weltmeisters Christoph Kramer unsicher.

„Bevor ich mich damit beschäftige, wie wir spielen, muss ich erst einmal sehen, wer überhaupt spielen kann“, sagte Hecking. Der wollte sich auch nicht näher dazu äußern, warum Thorgan Hazard am Donnerstag nicht im Training war.

Rätselhaft erscheint auch die Verletzung von Goretzka. Der Confed-Cup-Sieger wurde in Dortmund nach einer halben Stunde eingewechselt. Danach traten wieder die Beschwerden auf. Trotzdem spielte er beim 2:2 gegen Köln etwas mehr als 30 Minuten. Wie lange Goretzka nicht zur Verfügung steht, wollten die Verantwortlichen nicht sagen. „Wir sind in solchen Dingen sehr akribisch und wollen dieser Geschichte auf den Grund gehen“, sagte Tedesco. Es hörte sich ein wenig danach an, als ob es sich durchaus um eine längere Pause handeln könnte.

In Gladbach haben in Jantschke und Kramer zwei Spieler mit den Folgen von Kopfverletzungen zu kämpfen. Jantschke wird aus Gründen der Vorsicht geschont, weil er sich gegen die Bayern am Kopf verletzte und beim 0:3 in Wolfsburg erneut mit einem Gegenspieler zusammenstieß. Kramer, der im WM-Finale 2014 K.o. ging, hatte gegen die Bayern eine Schädelprellung erlitten.

Obwohl ein Duell ohne diese Starspieler droht, ist der Borussia-Park mit 54 018 Zuschauern ausverkauft. Beide Trainer zollen dem jeweiligen Gegner größten Respekt. „Jetzt kommt eine Mannschaft mit ganz viel Qualität“, sagte Tedesco, dessen Schalker acht Spiele ohne Niederlage sind. Hecking lobte die Königsblauen als „gewachsene Mannschaft mit viel Struktur. Es ist nicht überraschend für mich, dass Schalke 04 da oben steht.“

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