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Ursachensuche in Meerbusch

Glücklicher Umstand milderte Aufprall beim Zugunglück

MEERBUSCH Beim Zugunglück von Meerbusch scheint die beiden Lokführer der kollidierten Züge keine Schuld zu treffen. Vieles deutet auf einen Fehler der Fahrdienstleitung oder technisches Versagen hin.

Glücklicher Umstand milderte Aufprall beim Zugunglück

Mit einem Spezialkran wurden die entgleisten und umgestürzten Waggons geborgen Foto: Roland Weihrauch/dpa Foto: dpa

Vor dem Zugunglück von Meerbusch hat der Lokführer der Regionalbahn einen Fahrauftrag erhalten, obwohl die Strecke noch nicht frei war. „Damit durfte er weiterfahren“, sagte ein Sprecher der Bundesstelle für Eisenbahn-Unfalluntersuchungen in Bonn am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Fahrauftrag hebe das Haltesignal auf.

Dies bedeute aber noch nicht, dass das Unglück auf einen Fehler der Fahrdienstleitung zurückgeht. „Auch technische Ursachen sind noch möglich“, sagte er und bat um Geduld. „Wir rekonstruieren das Ereignis im Ist-Ablauf. Das kann lange dauern.“

Meerbusch Nach dem Zugunglück in Meerbusch mit 47 Verletzten hat die Deutsche Bahn am Mittwoch mit der Bergung der beiden Züge begonnen. Ein Zug der Regionalexpresslinie 7 war am Dienstagabend auf einen stehenden Güterzug geprallt. Laut Unfallermittlern war der Personenzug auf dem Gleis falsch. Die Strecke war auch in der Nacht zu Donnerstag noch gesperrt. mehr...

Inzwischen stehe außerdem fest, dass der Güterzug, auf den der Personenzug aufgeprallt ist, gerade wieder angefahren war, hieß es seitens der Bundesstelle. Er hatte zuvor das Signal zur Einfahrt in den Bahnhof Meerbusch-Osterath erhalten. Dadurch sei der Aufprall gemildert worden.

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft und die Bundespolizei ermitteln wegen fahrlässiger Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Sie berichteten am Donnerstag von „mehr als 50 Verletzten“ unter den nach jüngsten Angaben mehr als 180 Passagieren in dem Zug.

Das Zugunglück in Meerbusch

Am Mittwochnachmittag begann die Bergung der beiden Züge.
Am Mittwochnachmittag begann die Bergung der beiden Züge.
Am Mittwochnachmittag begann die Bergung der beiden Züge.
Am Mittwochnachmittag begann die Bergung der beiden Züge.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hat die Unfallstelle am Mittwoch besucht.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Feuerwehrleute bergen nach einem Zugunglück eine verletzte Person in Meerbusch Osterath (Nordrhein-Westfalen). Bei dem Zugunglück nahe Neuss sind am Dienstagabend mehrere Menschen verletzt worden. Foto: David Young/dpa
Feuerwehr und Rettungskräfte an dem  verunglückten Personenzug in Meerbusch Osterath. Foto: Arnulf Stoffel/dpa
Nach bisherigen Erkenntnissen ist ein Personenzug auf einen Güterzug aufgefahren. Foto: Arnulf Stoffel/dpa
Der verunglückte Regionalexpress auf dem Gleis. Foto: Arnulf Stoffel/dpa
Die Bergungsarbeiten dauerten bis tief in die Nacht an. Foto: David Young/dpa
Die Bergungsarbeiten dauerten bis tief in die Nacht. Foto: David Young/dpa
dpatopbilder - Ein verunglückter Personenzug steht am 05.12.2017 in Meerbusch Osterath (Nordrhein-Westfalen) neben dem Güterzug (l). Bei dem Zugunglück nahe Neuss sind am Dienstagabend fast 50 Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Deutschen Bahn war ein Zug der Regional-Express-Linie 7 auf einen stehenden Güterzug von DB Cargo aufgefahren. Feuerwehrsprecher Frank Mohr sagte, es gebe 41 Leichtverletzte, weitere drei Menschen seien mittelschwer und drei schwer verletzt worden. Foto: David Young/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Feuerwehrleute bergen eine verletzte Person. Foto: David Young/dpa
Feuerwehrleute bringen Bergungsgeräte zu dem verunglückten Personenzug. Foto: Arnulf Stoffel/dpa
Entgleiste Waggons des Güterzuges, Foto: Arnulf Stoffel/dp
Die Bergungsarbeiten dauerten bis tief in die Nacht. Foto: Arnulf Stoffel/dpa
Feuerwehrleute und Polizisten stehen an einem verunglückten Personenzug am 05.12.2017 in Meerbusch  (Nordrhein-Westfalen). Bei dem Zugunglück nahe Neuss sind am Dienstagabend fast 50 Menschen verletzt worden. (zu dpa: "Zugunglück in NRW mit 50 Verletzten - Lange Fehlersuche erwartet" vom 06.12.2017) Foto: Arnulf Stoffel/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die Auswertung, der an der Unfallstelle gesicherten Spuren und Beweise, der Aufzeichnungen über den betrieblichen Ablauf, der elektronischen „Fahrtenschreiber“ sowie des Funkverkehrs dauere an.

Die Strecke bei Neuss ist weiterhin gesperrt. Die Menschen in dem Regionalzug - darunter auch die Verletzten - mussten in dem Zug lange ausharren, bis die Gefahr aus der herabgerissenen Oberleitung mit 15.000 Volt Hochspannung gebannt war.

Bahnfunkverkehr wurde aufgezeichnet

Die Fahrtenschreiber beider Züge sind sichergestellt und ausgelesen worden. Auch in den Stellwerken wurden Informationen gesichert, der Bahnfunkverkehr wurde aufgezeichnet.

Die Rettungskräfte hatten den Lokführer gelobt. Er habe sich, obwohl selbst deutlich mitgenommen, um die Fahrgäste gekümmert und geholfen, das alles ruhig abgelaufen sei. Mit seiner Notbremsung habe er Schlimmeres verhindert.

Mindestens zwei Millionen Euro Schaden

Die Bundesstelle hatte die Kollision als schweren Unfall mit mindestens zwei Millionen Euro Schaden eingestuft. Ein schwerer Kran hatte am Mittwoch mit der Bergung der kollidierten Züge begonnen, die teilweise entgleist waren.

Beide Züge waren nach Norden in Richtung Krefeld unterwegs, als sie am Dienstag gegen 19.30 Uhr auf offener Strecke kollidierten - der Regional-Express der Linie 7 und der leere Güterzug von DB Cargo, der in Rotterdam beladen werden sollte. Auf der Strecke ist für unbestimmte Zeit ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

dpa

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