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Graffiti und Anarchie: Matta-Clark im Bronx Museum

New York. Fotos, Filme, Zeichnungen, Collagen und Überreste wie beispielsweise ein Stück Fußboden, das der Künstler einst aus einem Haus in der Bronx herausschnitt, gibt es zu sehen.

Graffiti und Anarchie: Matta-Clark im Bronx Museum

Blick in die Ausstellung „Graffiti und Anarchie“. Foto: Christina Horsten

Graffiti auf den Wänden und U-Bahnen, Anarchie auf den Straßen: Das New York der 1970er Jahre durch die Augen des US-Künstlers Gordon Matta-Clark (1943-1978) zeigt seit Mittwoch das Bronx Museum.

„Gordon Matta-Clark: Anarchitect“ präsentiert bis zum 8. April 2018 im New Yorker Stadtteil Bronx dutzende Fotos, Filme, Zeichnungen, Collagen und Überreste wie beispielsweise ein Stück Fußboden, das Matta-Clark aus einem Haus in der Bronx herausschnitt.

Auch aus einem verlassenen Hafengebäude an der Westseite von Manhattan schnitt Matta-Clark Stücke heraus und dokumentierte das „Day's End“ betitelte Werk per Foto und Film. Nach der Entstehung 1975 wurde in New York Haftbefehl gegen ihn ausgestellt, weil er keine offizielle Genehmigung für die Arbeit an dem Hafengebäude beantragt hatte.

Rund 40 Jahre später wird das alles ganz anders gesehen: Das renommierte Whitney Museum hat vor kurzem vorgeschlagen, an der Stelle des inzwischen abgerissenen Hafengebäudes ein Werk von David Hammons aufzustellen, das die Umrisse des Gebäudes mit Stangen nachzeichnet. Von der Idee sei sie „begeistert“, sagte Jessamyn Fiore, Tochter der Witwe von Matta-Clark und Co-Kuratorin der Ausstellung im Bronx Museum. „Für mich und meine Mutter ist es von riesiger Bedeutung, dass es eine dauerhafte Installation geben soll, die sich an Gordon Matta-Clark anlehnt und jeden an dieses großartige Werk erinnert.“

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