Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Grasfrosch ist „Lurch des Jahres“

Mannheim. Er ist nur etwa neun Zentimeter groß, trotz seines Namens nicht grün und wurde von Experten nun zum „Lurch des Jahres 2018“ ernannt: der Grasfrosch.

Grasfrosch ist „Lurch des Jahres“

Der Grasfrosch steht in den meisten Bundesländern auf der Vorwarnliste. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Das bräunlich bis gelblich gefärbte Tier sei in Deutschland noch weit verbreitet und vielerorts häufig, teilte die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) in Mannheim mit. „Allerdings ist es gerade bei dieser Amphibienart zu starken Bestandsrückgängen gekommen“, sagte DGHT-Vizepräsident Axel Kwet. Intensive Landwirtschaft sowie Siedlungs- und Straßenbau bedrohten die Lebensräume des Grasfroschs.

Die vermeintliche Allerweltsart (wissenschaftlicher Name: Rana temporaria) stehe in den regionalen Roten Listen der meisten Bundesländer auf der Vorwarnliste - in drei Bundesländern gelte sie gar als „gefährdet“, sagte Kwet. Der Name des Grasfroschs bezieht sich auf seinen bevorzugten Lebensraum in Wiesen und Wäldern.

Charakteristisch für den Bodenbewohner ist ein dunkelbrauner Schläfenfleck seitlich am Kopf - im Unterschied zu seinen bekannteren grünen Verwandten, den Wasserfröschen mit ihren lauten Quakkonzerten.

In freier Natur werden Grasfrösche selten zehn Jahre alt - die meisten sterben früher aufgrund vieler Feinde wie Greifvögel, Molche, Störche oder Marder. Sie selbst ernähren sich von Insekten. „Gerade in landwirtschaftlich genutzten Gebieten sind die einst großen Grasfroschbestände mit Laichplätzen zurückgegangen. Die Populationen sind mancherorts fast zusammengebrochen“, sagte Kwet. Er fordert bessere Schutzmaßnahmen an Straßen sowie mehr Laichgewässer.

Die DGHT benennt seit 2006 das Reptil oder den Lurch des Jahres. Zum Start war dies die Waldeidechse, aktuell ist es die Blindschleiche.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wissenschaft

Studie: Zu viel Sport am Limit könnte dem Herzen schaden

Hamburg. Aus einer Stichproben-Untersuchung schließen Hamburger Mediziner, dass männliche Freizeitsportler bei dauernder Überanstrengung möglicherweise ihrer Herzgesundheit schaden können.mehr...

Wissenschaft

Forscher belauschen Asteroid „Oumuamua“

Green Bank. Er kommt aus einem anderen Sonnensystem und flitzte kürzlich an der Erde vorbei: Forscher in den USA belauschen den Asteroid „Oumuamua“. Einige glauben, er könne ein Geheimnis in sich tragen.mehr...

Wissenschaft

Drei ISS-Raumfahrer sicher zur Erde zurückgekehrt

Scheskasgan. Die russische Raumfahrt hat mit der bewährten Sojus-Kapsel eine weitere glatte Landung hingelegt. Drei Raumfahrer kehrten von der ISS zurück. Nur saukalt war es an der Landestelle in der kasachischen Steppe.mehr...

Wissenschaft

Mehr als 20 000 Babys jährlich nach künstlicher Befruchtung

München. Die Zahl der Geburten nach einer künstlichen Befruchtung steigt in Deutschland steil an. Erstmals wurden 2015 mehr als 20 000 Kinder nach einer entsprechenden Behandlung geboren.mehr...

Wissenschaft

Ältestes Plesiosaurier-Skelett entdeckt

Bonenburg. Wissenschaftler haben in Bonenburg bei Paderborn das älteste bekannte Fossil eines Plesiosauriers entdeckt. Das Tier habe vor rund 201 Millionen Jahren gelebt, teilte die Universität Bonn mit. Das etwa 2,40 Meter lange Meeresreptil hatte demnach einen langen Hals und einen kleinen Kopf.mehr...

Wissenschaft

Medikament gegen Huntington-Krankheit besteht erste Tests

Berlin. Sie wird vererbt und verursacht schwere Schäden im Gehirn: Die Huntington-Krankheit gilt bislang als unheilbar. Jetzt haben britische Forscher ein Medikament entwickelt, das Hoffnung macht - noch aber sind viele Fragen offen.mehr...