Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Grenzen überschreiten - Performance in der Kunstsammlung NRW

Düsseldorf. Schon bei der documenta in Kassel sind die zypriotische Choreografin und ihre professionellen Tänzer aufgefallen. In ihren Performances bewegen sie sich ganz langsam, wie in Zeitlupe.

Grenzen überschreiten - Performance in der Kunstsammlung NRW

Die Performance-Künstlerin Maria Hassabi in Düsseldorf. Foto: Roland Weihrauch

Erstmals öffnet sich die Kunstsammlung NRW für die Kunstgattung der Performance. Sechs Wochen lang ist in der 600 Quadratmeter großen Grabbe Halle eine choreografische Installation der Künstlerin Maria Hassabi zu erleben (bis 21.1.).

Die zypriotische Choreografin und ihre professionellen Tänzer hatten mit ihren zeitlupenlangsamen Performances bereits auf der documenta in Kassel Aufsehen erregt. Für die nordrhein-westfälische Landesgalerie in Düsseldorf entwickelte Hassabi ihr Stück „Staging“ weiter zu einer Solo-Installation. Ein Tänzer oder eine Tänzerin führt zwei Stunden lang in der mit einem pinkfarbenen Teppich ausgelegten Halle präzise bis auf die Sekunde durchkomponierte Bewegungsabläufe aus.

„Es ist das erste Mal, dass in der Kunstsammlung NRW mit einer performativen Installation gearbeitet wird“, sagte Direktorin Susanne Gaensheimer am Donnerstag. Hassabis Performance sei eine „Einladung zu einer anderen Wahrnehmung eines Ausstellungsbesuches“. Mit der Performance, die bei freiem Eintritt zu sehen ist, wolle sie auch eine jüngere Generation einladen sowie Leute, die sich nicht unbedingt nur mit bildender Kunst beschäftigten.

Für die Tänzer in Kostümen mit geometrischen Mustern bedeutet die Choreografie einen riesigen Kraftakt. In fast bis zur Reglosigkeit verlangsamten Bewegungen bilden sie lebende Skulpturen. „Das hat nichts mit einer zufällig hingeworfenen Figur zu tun“, sagte Kuratorin Isabelle Malz. Vor Anstrengung flössen manchmal auch Tränen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Kunst

César in Paris: Schrottautos und Riesendaumen

Paris. Er schuf die Trophäe für den wichtigsten französischen Filmpreis, der auch nach ihm benannt wurde: César. Berühmt aber wurde der Künstler aus Marseille vor allem mit seinen „Kompressionen“mehr...

Kunst

Estnische Kunst und deutscher Expressionismus

Tallinn. Den Expressionisten der Künstlergruppen „Brücke“ und „Der Blaue Reiter“ widmet sich eine Ausstellung in Tallinn. Deren Werke spielten auch für Estlands Kunstwelt eine wichtige Rolle, meint die Kuratorin.mehr...

Kunst

Katalonien-Krise zieht Kreise in der Kunstwelt

Lleida. Seit eineinhalb Monaten hat die spanische Regierung die Kontrolle in Katalonien. Jetzt gibt es spürbare Konsequenzen: Das Museum von Lleida muss 44 Kunstwerke an die Region Aragonien zurückgeben. Ex-Präsident Puigdemont spricht von einem „Staatsstreich“.mehr...

Kunst

Damian Le Bas unerwartet gestorben

Berlin/Worthing. Der britische Künstler sei am Samstag in seinem Haus im südenglischen Worthing gestorben, wie seine Berliner galerie mitteilte. Er sei nur 54 geworden.mehr...