Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Grünes Licht für russische Langläufer beim Weltcup-Auftakt

Kuusamo. Lebenslang vom IOC, aber vorerst grünes Licht vom Ski-Weltverband. Das suspendierte russische Sextett darf beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kuusamo starten. Der FIS fehlt die Begründung des IOC für die Höchststrafe im Sport.

Grünes Licht für russische Langläufer beim Weltcup-Auftakt

Alexander Legkow darf theoretisch am Freitag beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kuusamo an den Start gehen. Foto: Hendrik Schmidt

Heftige Schlappe für das IOC: Die vom Internationalen Olympischen Komitee Anfang November lebenslang gesperrten sechs russischen Skilangläufer dürfen am Freitag beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kuusamo nun doch starten.

Der Weltverband FIS gab dem Sextett um Olympiasieger Alexander Legkow grünes Licht und begründete seine Entscheidung mit noch nicht vorliegenden Informationen und Beweisen.

Die vom IOC im Zusammenhang mit der Sperre für Olympische Winterspiele gelieferten Begründungen für die Dopingsperren seien aus Sicht der zuständigen FIS-Kommission nicht ausreichend.

„Als Konsequenz daraus ist die Dopingkommission der FIS verpflichtet, so lange zu warten, bis die IOC-Disziplinarkommission detaillierte Beweise vorlegt, bevor sie in diesem Fall weitere Schritte unternehmen kann“, heißt es in dem Statement des Weltverbandes. Das bedeute, dass „aktive Athleten bei FIS-Wettbewerben und damit auch beim Weltcup bis auf weiteres startberechtigt sind“.

Das betrifft Skilanglauf-Olympiasieger Legkow, seine russischen Teamkollegen Jewgeni Below und Maxim Wylegschanin sowie Alexej Petuchow, Julia Iwanowa und Jewgenija Schapowalowa. Allerdings wird Legkow in Nordfinnland gar nicht starten; er trainiert in Davos.

„Es wäre wünschenswert, wenn es bei einer gleichen Beweislage eine einheitliche Urteilssprechung geben würde“, kommentierte Andreas Schlütter, der Sportliche Leiter Langlauf im Deutschen Skiverband. „Für den Langlauf ist das natürlich keine ganz glückliche Situation.“

Das russische Sextett war vom IOC mit lebenslangen Sperren für IOC-Wettbewerbe belegt worden; ihre olympischen Medaillen wurden aberkannt, da sie angeblich in den russischen Doping-Skandal um manipulierte Proben bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi verwickelt sein sollen.

Stichhaltige Beweise konnten bislang aber weder durch den McLaren-Report des IOC noch von der durch das Internationale Olympische Komitee eingesetzten Oswald-Kommission geliefert werden. Der russische Ski-Langlaufverband FLGR hat beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne bereits dagegen geklagt.

Leidtragende des sportpolitischen Hickhacks sind die Athleten. Sie waren von der FIS seit einem Jahr für Wettbewerbe bis zum 31. Oktober suspendiert, trainierten aber weiter in der Hoffnung, in der neuen Saison wieder starten zu können. So gewannen Below und Wylegschanin zuletzt FIS-Rennen und reisten am Dienstag auch zum Weltcup-Auftakt ins finnische Kuusamo.

Legkow fehlt im russischen Aufgebot. Nach der IOC-Entscheidung war er nervlich am Ende, wie sein deutscher Trainer Markus Cramer der Deutschen Presse-Agentur berichtete. „Er ist völlig gebrochen“, sagte Cramer. Wegen eines massiven Gewichtsverlustes sei derzeit kein Wettkampfeinsatz möglich. Legkow reiste bereits zu Wochenbeginn aus dem Trainingscamp im schwedischen Gällivare ab und trainiert in Davos unter Aufsicht eines Trainers und im Beisein seiner Familie.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Topnews

Plötzlich Favorit: Freitag und Co. in „Superposition“

Titisee-Neustadt. Der eigentlich beste Mann ist verletzt. Doch auch ohne Severin Freund bringen sich die deutschen Skispringer bestens in Position für ein Jahr voller Highlights.mehr...

Topnews

Beckert mit deutschem Rekord - Pechstein Dritte über 3000 m

Salt Lake City. Die deutschen Eisschnellläufer trumpfen zum Abschluss des Weltcups in den USA noch einmal auf. Beckert verbessert seinen nationalen Rekord über 5000 Meter und wird Zweiter, Geisreiter Dritter. Auch Pechstein wird über die drei Kilometer Dritte.mehr...

Topnews

DSV-Adler fliegen zum Doppelerfolg - „Glück des Tüchtigen“

Titisee-Neustadt. Mission Heimsieg geglückt: Die deutschen Skispringer sind drei Wochen vor der Vierschanzentournee der Maßstab für die Konkurrenz. Die Top-Springer Freitag und Wellinger treiben sich im direkten Duell gegenseitig zu Höchstleistungen an.mehr...

Topnews

Dahlmeier bringt Staffel-Sieg nach Hause - Männer Zweite

Hochfilzen. Über das Weltcup-Finale in Hochfilzen konnten sich die deutschen Biathleten freuen. Die Frauen- und die Männer-Staffel schafften es auf das Podest. Und Laura Dahlmeier war endlich nicht mehr traurig.mehr...