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Halstenberg ein Gewinner des 0:0 im Wembleystadion

London. Auch bei einem 0:0 kann es Gewinner geben. Marcel Halstenberg feiert in Wembley ein gutes Debüt für Deutschland. Ob der Leipziger im WM-Fokus von Bundestrainer Löw bleibt, wird sich aber noch zeigen müssen. Das beweist die lange Liste von Halstenbergs Vorgängern.

Halstenberg ein Gewinner des 0:0 im Wembleystadion

Marcel Halstenberg (r) kam beim Spiel gegen England zu seinem Debüt im deutschen Nationalteam. Foto: Christian Charisius

Diese Nullnummer fühlte sich für Marcel Halstenberg wie ein Sieg an. Nach seinem Nationalmannschaftsdebüt im legendären Wembleystadion konnte sich der Linksverteidiger von RB Leipzig auch über ein Lob vom Bundestrainer freuen.

„Er hat seine Sache gut gemacht“, sagte Joachim Löw. „Er hat das ohne Nervosität gemacht, hat sauber hinten rausgespielt. Deswegen war ich absolut zufrieden.“

Unaufgeregt und gerade in der Anfangsphase mit viel Engagement in der Vorwärtsbewegung deutete der 26-Jährige gegen England an, dass er zu einer Alternative auf der Dauer-Problemposition auf der linken Außenbahn für die Fußball-WM werden könnte, auch wenn Englands Kieran Trippier dort ordentlich Dampf machte.

Gerade die internationalen Auftritte für RB Leipzig hatten Löw zuvor schon gefallen und ihn zu der unerwarteten Nominierung Halstenbergs veranlasst. „Für den Einstand war es gar nicht schlecht. Die erste Halbzeit war ganz gut. Die zweite war ich dann ein bisschen weniger im Spiel, hatte weniger Ballkontakte. Aber es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht“, befand Halstenberg selbst.

Der ehemalige Profi des FC St. Pauli ist der 95. Länderspiel-Debütant unter Löw und der neunte gelernte linke Verteidiger, den der DFB-Chefcoach seit 2006 für diese Position in die Nationalmannschaft holt.

Nach der langwierigen Muskelverletzung von Stammkraft Jonas Hector hatte Löw zuletzt auch Confed-Cup-Sieger Marvin Plattenhardt weiter getestet. Der Berliner wird gegen Frankreich wohl wieder vorspielen dürfen. Halstenberg muss dann auf der Bank Platz nehmen.

Für zu viel Euphorie besteht auch kein Anlass. Das zeigt die lange Liste der Linksverteidiger im Nationaltrikot. Der Wolfsburger Yannick Gerhardt bekam vor genau einem Jahr beim 0:0 in Italien ordentliche Kritiken und spielte seither nie wieder im A-Team. Christian Pander, der erste Linksverteidiger den Löw zum Nationalspieler machte, brachte es auch nur auf zwei Länderspieleinsätze. Sein grandioses Debüt hatte er 2007 gefeiert - mit dem Siegtor zum 2:1 in Wembley.

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