Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Herrmann als Gejagte - Lesser und Schempp die Jäger

Östersund. Zum Abschluss des Biathlon-Weltcups in Östersund haben die deutschen Skijäger beste Aussichten auf weitere Siege und Podestplätze. Denise Herrmann geht bei den Frauen als Erste in das Rennen, bei den Männern können Erik Lesser und Simon Schempp Druck machen.

Herrmann als Gejagte - Lesser und Schempp die Jäger

Denise Herrmann geht bei den Frauen als Erste in das Rennen. Foto: Ralf Hirschberger

Denise Herrmann weiß nicht so genau, wie sie mit der ungewohnten Situation als Gejagte umgehen soll. „Das wird eine ganz neue Erfahrung“, sagte die Sächsin mit Blick auf das Verfolgungsrennen beim Biathlon-Weltcup in Östersund .

Zwei Tage nach ihrem ersten Weltcupsieg startet Herrmann mit 15 Sekunden Vorsprung vor der Sprint-Zweiten Justine Braisaz aus Frankreich. Die ehemalige Langläuferin bleibt trotz der Drucksituation betont selbstbewusst und sagt: „Ich will wieder mein Rennen laufen, denn ich weiß, was ich kann.“

Im Sprint und im Einzel glänzte sie jeweils mit der besten Laufzeit aller Starterinnen. Und so ersetzte Herrmann die wegen einer Erkältung in Schweden fehlende Laura Dahlmeier bislang perfekt und bescherte dem Deutschen Skiverband im Olympiawinter überraschend sogar den ersten Weltcupsieg der noch jungen Saison.

Einen zweiten hätte fast Erik Lesser geschafft. Doch der zweimalige Olympia-Zweite von Sotschi verfehlte im Sprint seinen zehnten und letzten Schuss - das bringt dem Thüringer in der Verfolgung nun die Rolle des Jägers. Vier Sekunden hinter dem Norweger Tarjei Bö und drei Sekunden hinter dem Franzosen Martin Fourcade geht es in die Loipe. „Es wird wie ein Massenstart, sehr, sehr eng“, sagte Lesser. Die besten 27 Athleten starten bei den Männern innerhalb von nur einer Minute, deswegen sagte der zweimalige Weltmeister: „Es könnte sehr spektakulär werden.“

Nur neun Sekunden hinter Lesser geht Simon Schempp auf die Strecke. Der Massenstart-Weltmeister leistete sich genau wie sein Teamkollege am Samstag einen Fehler am Schießstand. Beide haben nach nur zwei Rennen allerdings bereits die Qualifikationsnorm für Olympia erfüllt. Überraschend konnte sich Johannes Kühn auf Platz neun mit seinem bislang besten Weltcupresultat schon die halbe Norm für Pyeongchang sichern. Der 26-Jährige startet zum Abschluss in Schweden nur 23 Sekunden hinter dem achtmaligen Weltmeister Bö.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Topnews

DSV-Adler wollen nächsten Erfolg

Engelberg. Noch zwei Springen, dann ist Tournee: Die deutschen Ski-Adler sehnen einen großen Erfolg beim ersten Saisonhöhepunkt herbei. Dafür soll die Generalprobe in Engelberg gelingen. In der Schweiz wurde schon häufiger der Nährboden für große Hoffnungen gelegt.mehr...

Topnews

Biathlet Schempp will erstes Podest des Winters holen

Le Grand-Bornand. Biathlon-Weltmeister Simon Schempp will das, was sein Teamkollege Erik Lesser schon geschafft hat: auf das Podium. Beim letzten Weltcup vor Weihnachten stehen die Chancen nicht schlecht. Für Sprint-Champion Doll geht es auch um die Olympia-Norm.mehr...

Topnews

Dahlmeier holt als Sprint-Zweite erstes Podest - Herrmann 5.

Le Grand-Bornand. Biathlon-Königin Laura Dahlmeier hat es geschafft: Erstmals in dieser Saison lief sie als Sprint-Zweite von Le Grand-Bornand auf das Podest. Die Olympia-Norm schaffte sie als Zweite damit locker. Denise Herrmann verpasst ihr drittes Podium als Fünfte nur knapp.mehr...

Topnews

Abfahrts-Hoffnungsträger Dreßen: „Noch ein Außenseiter“

St. Christina in Gröden. Aus dem immer stärker werdenden deutschen Abfahrtstrio ist Thomas Dreßen mit seinen 24 Jahren der Jüngste - und seit seinem dritten Platz in Beaver Creek auch der mit der größten Öffentlichkeit.mehr...

Topnews

Dahlmeier hofft auf erstes Podest - Herrmann will nachlegen

Le Grand-Bornand. Biathlon-Königin Laura Dahlmeier will wieder da hin, wo sie in der Vorsaison Dauergast war: Auf das Podium. Nach ihrer Krankheit und ausbaufähigen Leistungen in Hochfilzen peilt sie nun ihr erstes Podest des Winters an. Da will auch Denise Herrmann wieder hin.mehr...

Topnews

Dreßen, Herrmann und Co. - Neue Namen für Olympia

Stuttgart. Die ersten vollen Wintersport-Wochenenden sind um - und langsam wird klar, welche Athleten bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea eine Rolle spielen. Darunter sind auch einige Newcomer, die am Status der etablierten Sportler rütteln.mehr...