Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Hopp-Schmähungen: Entschuldigung nicht akzeptiert

Köln. Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp wurde beim Spiel in Köln erneut durch Plakate und Gesänge verunglimpft. Für die TSG ist das Maß nun voll.

Hopp-Schmähungen: Entschuldigung nicht akzeptiert

Dietmar Hopp, Gesellschafter des Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim. Foto: Daniel Maurer/Archiv

Nach den erneuten Diffamierungen gegen Mäzen Dietmar Hopp wird die TSG Hoffenheim ein weiteres Mal rechtliche Schritte einleiten - Gespräche mit dem 1. FC Köln lehnt der Club ab. Wie bereits im April war Hopp beim Hoffenheimer Sieg am Sonntag (3:0) in Köln mit Gesängen und Plakaten in niveauloser Art und Weise beleidigt und verunglimpft worden. TSG-Sport-Geschäftsführer Hansi Flick und Hopps Anwalt Christoph Schickhardt gaben sich deswegen unversöhnlich.

„Einfach widerlich“, nannte der frühere DFB-Sportdirektor die Plakate und Rufe und erklärte in der „Heilbronner Stimme“: „Wir akzeptieren keine Kölner Entschuldigungen mehr. In Köln gibt es bei den Vereinsoberen seit Jahren nur Achselzucken und Entschuldigungen.“ 1899-Mediendirektor Christian Frommert kündigte eine Anzeige an und sagte am Montag: „Auch wenn in den nächsten acht Spielen Plakate hochgehen, werden wir klagen.“

Kölns Präsident Werner Spinner zeigte sich derweil „zutiefst erschüttert“ über die neuerlichen Vorfälle. „Die Aussage von Herrn Flick nehme ich zur Kenntnis. Meine Erziehung und meine Werte sagen mir, dass ich mich dennoch bei Herrn Hopp entschuldige“, sagte er.

Spinner versicherte: „Wir haben außergewöhnlich starke Kontrollen durchgeführt und haben einige Plakate noch abfangen können.“ Die beiden aufgehängten seien „ins Stadion geschmuggelt worden. Dies ist ein Verstoß gegen die Stadionordnung“. Der FC unterstütze grundsätzlich die Strafverfolgung.

FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle hatte die eigenen Anhänger nach den Vorfällen im Frühjahr und den jüngsten Beleidigungen durch Mönchengladbach-Fans im Stadionheft dazu aufgerufen, Hoffenheims Mäzen fair zu behandeln. Er forderte zur leidenschaftlichen Unterstützung des Teams auf, „ohne sich mit Spruchbändern und Parolen am Gegner - namentlich: Dietmar Hopp - abzuarbeiten“. Der Appell blieb vergeblich, ebenso wie die beschwichtigenden Aufrufe von Stadionsprecher Michael Trippel.

Es sei schwierig, der Sache Herr zu werden, sagte Spinner, auch wegen der speziellen Situation in Köln. „Im Moment haben wir ein kritisches Verhältnis zu Teilen der Fanszene. Auch wegen Dingen, die sich bei uns abspielen.“ Ein möglicher Stadion-Neubau sowie ein Antrag, dass der Verkauf von Anteilen der ausgegliederten Kapitalgesellschaft in Zukunft nur nach Zustimmung der Mitglieder möglich sein soll, hatten zuletzt für interne Diskussionen gesorgt. „Das spielt hier wohl rein. Offenbar nutzen manche Fans nun jede Möglichkeit, uns zu provozieren“, sagte Spinner.

Hopp-Anwalt Christoph Schickhardt fordert unterdessen ein rigoroses Durchgreifen in solchen Fällen. „Das darf nicht mehr akzeptiert werden. Wir werden auch keine Entschuldigungen von gegnerischen Vereinen mehr akzeptieren. Das kotzt uns alles an“, sagte er der „Bild“: „Ich fordere: Wenn in Zukunft solche Plakate in den Kurven hängen, darf das Spiel nicht mehr angepfiffen werden. Welcher Verein seine Kurve nicht im Griff hat, der ist nicht in der Lage, ein Bundesliga-Spiel auszurichten.“ Es sei „Sache des DFB, über solche Dinge zu entscheiden“, antwortete Spinner: „Ich frage mich nur: Wo zieht man da die Grenze?“

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

NRW

Zwei Schwerverletzte nach Verpuffung auf Weihnachtsmarkt

Bonn. Auf dem Weihnachtsmarkt in Rheinbach bei Bonn sind bei der Verpuffung einer Gasflasche zwei Menschen schwer verletzt worden. Der Unfall habe sich am Freitagnachmittag in einem Crêpe-Stand ereignet, teilte die Polizei mit. Eine 50 Jahre alte Frau musste den Angaben zufolge mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein 60-jähriger Mann kam ebenfalls schwer verletzt in die Notaufnahme. Warum es zu der Verpuffung in dem Verkaufsstand kam, war bislang nicht bekannt. Das Amt für Arbeitsschutz ermittelt am Unfallort.mehr...

NRW

Fernfahrer schießt nach Streit um laute Musik

Mönchengladbach. Mit Schüssen aus einer Gaspistole soll ein Fernfahrer in Mönchengladbach auf den Wunsch eines Kollegen reagiert haben, seine Musik leiser zu stellen. Die 32 und 50 Jahre alten Trucker hatten ihre Lastwagen nebeneinander geparkt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Während der 50-Jährige in seiner Kabine schlafen wollte, war dem 32-Jährigen nach lauter Musik.mehr...

NRW

Hermes verschärft Kontrollen von Subunternehmen

Hamburg. Der Paketdienst Hermes hat angekündigt, seine 400 Subunternehmer stärker zu kontrollieren. Ein bis Herbst 2018 angelegtes Programm prüfe laufend die Aufenthaltsberechtigungen von Mitarbeitern aus dem EU-Ausland, teilte das Hamburger Unternehmen am Freitag mit. Gegen einige Hermes-Servicepartner laufen Ermittlungen. Sie sollen Ausländer eingeschleust, Pässe gefälscht und gegen das Mindestlohngesetz verstoßen haben. Die Zusammenarbeit mit auffällig gewordenen Partnern wurde Hermes zufolge beendet. Der neue Maßnahmenkatalog sehe weiter vor, nur mit Subunternehmen zu arbeiten, die ihren Sitz in Deutschland haben. Weiter sollten jährliche Kontrollen hinsichtlich der Sozialstandards bei den Vertragspartnern verschärft werden. Hermes steht ebenso wie andere Paketdienste wegen der schlechten Bezahlung von Paketfahrern in der Kritik.mehr...

NRW

Köln gegen Wolfsburg ohne Guirassy: Höger vor Rückkehr

Köln. Der abgeschlagene Tabellenletzte 1. FC Köln muss auch im letzten Hinrundenspiel der Fußball-Bundesliga auf Angreifer Sehrou Guirassy verzichten. Der 21 Jahre alte Franzose, mit vier Treffern erfolgreichster Kölner Liga-Torschütze, steht am Samstag (15.30 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg wegen seiner Verletzung am Zeh nicht zur Verfügung. Dagegen kann Interimscoach Stefan Ruthenbeck wieder auf Marco Höger zurückgreifen. Der defensive Mittelfeldmann hat seine langwierigen Oberschenkelprobleme auskuriert.mehr...

NRW

Hasebe fehlt: Frankfurt droht Abwehrproblem

Frankfurt/Main. Eintracht Frankfurt droht im Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FC Schalke 04 gleich seine beiden wichtigsten Abwehrspieler ersetzen zu müssen. Makoto Hasebe wird nach seinem grippalen Infekt mit Sicherheit fehlen. Bei David Abraham besteht trotz seiner Wadenverletzung aber noch Hoffnung.mehr...

NRW

DFB-Frauen beenden 2017 auf Platz zwei der Weltrangliste

Frankfurt/Main. Olympiasieger Deutschland beendet das Fußballjahr 2017 auf Platz zwei der Frauen-Weltrangliste. Das teilte der DFB am Freitag mit. Bei 2052 Punkten wird die Mannschaft von Bundestrainerin Steffi Jones nur von Weltmeister USA mit 2114 Zählern übertroffen. Der WM-Dritte England nimmt mit 2033 Punkten den dritten Rang ein. Dem Jones-Team war am 24. November im letzten Länderspiel 2017 ein 4:0 in Bielefeld gegen den aktuellen Weltranglistensechsten Frankreich gelungen.mehr...