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„Horst Heldt bleibt“ - 96-Boss will Manager nicht abgeben

Hannover. Was wird aus Horst Heldt? Der Manager von Hannover 96 liebäugelt mit einem Wechsel zum 1. FC Köln. 96-Chef Marin Kind will ihn aber nicht gehen lassen.

„Horst Heldt bleibt“ - 96-Boss will Manager nicht abgeben

Manager Horst Heldt steht noch bei Hannover 96 unter Vertrag. Foto: Swen Pförtner

Hannover-96-Clubboss Martin Kind hat einem Wechsel von Manager Horst Heldt zum 1. FC Köln eine Absage erteilt.

„Herr Wehrle kann gerne bei uns anrufen“, sagte Kind der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle, der zuvor Gespräche mit Heldt bestätigt hatte. Bei einem Telefonat werde er ihm seine Meinung sagen. „Der Anruf wird sich nicht lohnen“, versicherte Kind.

Kölns Vizepräsident Toni Schumacher berichtete im Sport1-„Doppelpass“ über ein Telefonat mit dem 47 Jahre alten Heldt: „Er hat mit uns gesprochen und ist mit dem Ergebnis zu Herrn Kind gegangen. Jetzt ist es Sache von den Verantwortlichen in Hannover“, sagte Schumacher wenige Stunden vor dem Kölner Heimspiel in der Fußball-Bundesliga gegen Hertha BSC am Sonntag.

Kind will den Manager jedoch nicht ziehen lassen - oder versuchte, mit seinen öffentlichen Aussagen die Ablösesumme in die Höhe zu treiben. „Es ist 1000-prozentig, dass Horst Heldt bleibt. Sein Bleiben ist alternativlos. Verträge sind Zwei-Bahn-Straßen, keine Einbahnstraße“, sagte Kind der „Bild“-Zeitung. Eine Schmerzgrenze für eine Ablöse gebe es nicht. „Ich habe da eine Verantwortung für 96 und bin nicht dafür verantwortlich, die Probleme des FC zu lösen“, bekräftigte der 73 Jahre alte Clubboss.

Bereits in der vergangenen Woche war das Interesse des abstiegsbedrohten Clubs an einer Verpflichtung des Managers vom Bundesliga-Konkurrenten 96 bekannt geworden. Heldt hatte nach dem 1:1 der Niedersachsen am Freitag gegen den VfB Stuttgart sein Interesse signalisiert. „Das ist eine außergewöhnliche Situation für mich, deshalb muss ich das Gespräch führen“, sagte Heldt. „Ich muss mir das anhören.“

Er wies auch darauf hin, dass Köln „mein Heimatverein ist“. Daher sei es etwas „Besonderes - da bin ich groß geworden.“ Bei den Kölnern absolvierte der 47-Jährige die ersten Bundesligapartien und die meisten seiner Spielerkarriere.

Nach Ansicht von Kind ist diese Interessensbekundung kein Problem. Auch ein Gespräch mit Köln habe er ihm erlaubt. Schwierigkeiten bei einer weiteren Zusammenarbeit erwarte er nicht, sagte Kind. „Er ist Profi und wird auch weiterhin professionell seinen Job tun.“ Zudem stellte er ihm einen schnellen Aufstieg zum Geschäftsführer in Aussicht. „Wir hatten uns sowieso auf diese Beförderung verständigt, unser Plan war ein Jahr zu warten nach den Erfahrungen der Vergangenheit. Aber wenn es jetzt schneller passieren soll, dann machen wir es schneller“, sagte Kind.

Erst im März war Heldt nach Hannover gekommen. Ob der ehemalige Manager des FC Schalke 04 und des VfB Stuttgart dort wirklich zu halten ist, scheint trotz der Absage Kinds fraglich. Das Beispiel von Schmadtke, der im zweiten Anlauf von Hannover nach Köln wechselte, dürfte Kind kaum vergessen haben. Kurioserweise sorgt nun Schmadtkes Aus in Köln und die Suche nach einem Nachfolger erneut für eine unklare Situation in Hannover.

Die 96-Profis wollten sich nach dem Spiel nicht zu einem möglichen Abgang Heldts äußern. „Ich würde es sehr bedauern, wenn es so kommen würde“, sagte 96-Trainer Andre Breitenreiter, der mit Heldt bereits bei Schalke zusammengearbeitet hatte. „Es wäre ein großer Verlust.“ Auswirkungen auf das Team befürchte er nicht, versicherte der Trainer und sagte: „Unruhe in Hannover ist ja nichts Neues.“

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