Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

„I bims“ ist „Jugendwort des Jahres“

München. Zum zehnten Mal hat Langenscheidt das „Jugendwort des Jahres“ gekürt. Diesmal wählte die Jury einen Zweiteiler, den viele Jugendliche nutzen - und auch sicher der ein oder andere Erwachsene kennt.

„I bims“ ist „Jugendwort des Jahres“

„I bims“ ist das „Jugendwort des Jahres“. Es bedeute, „Ich bin“, teilte der Langenscheidt-Verlag in München mit. Foto: Stephan Jansen/dpa

„I bims“ ist das „Jugendwort des Jahres“. Es bedeutet „Ich bin“, wie der Langenscheidt-Verlag in München mitteilte.

Es gilt aber auch als Synonym für „Ich bin's“. „I bims“ ist eine beliebte Wendung aus der sogenannten „vong“-Sprache, in der Internetnutzer in sozialen Netzwerken Sätze verkürzen und mit Worten spielen. Dabei werden oft Begriffe absichtlich falsch geschrieben.

Zur Auswahl standen 30 Begriffe, die zeigen sollen, wie die Jugend von heute spricht. Eine 20-köpfige Jury hatte das Wort gewählt. In einer unverbindlichen Online-Abstimmung war „I bims“ auf dem letzten Platz gelandet. Spitzenreiter war der Ausdruck „geht fit“ als Bezeichnung für etwas, das klar geht. Dahinter lag „napflixen“ für ein Nickerchen während eines Films. Mit rund einer Million Stimmen gab es laut Verlag diesmal so viele wie noch nie.

User-Liebling „geht fit“ war für Jury-Mitglied David Berger zu regional. Außerhalb des Ruhrgebiets sei es nicht weit verbreitet, sagte der Jura-Student. Jungen Leute in Berlin beispielsweise sage der Ausdruck gar nichts. „Jugendsprache ist auch oft sehr regional, es ist ein bisschen so wie ein Dialekt“, sagte der 19-Jährige, der bereits zum dritten Mal in der Jury saß. „I bims“ sei da deutlich bekannter. „I bims darf man nicht ganz so eng sehen - es steht auch stellvertretend für die ganze „vong“-Sprache, die wir ja gerade in den sozialen Medien ganz viel haben.“

Es werde von Jugendliche häufig verwenden - in Unterhaltungen, aber auch in Textnachrichten. „Die sagen das wirklich - das war uns auch wichtig.“ Jury-Kollegin Livia Kerp sah das genauso: „Es ist sehr weit verbreitet und jeder sagt es“, erklärte die 15 Jahre alte Bloggerin.

Im vergangenen Jahr lag „isso“ als Zustimmung oder Unterstreichung von etwas vorne. Die Jury entschied sich aber für „Fly sein“, einen Begriff aus der Hip-Hop-Szene, der so viel heißt wie: jemand oder etwas „geht besonders ab“. 2015 lag in der Online-Abstimmung das Verb „merkeln“ vorne, das soviel bedeuten soll wie „nichts tun, keine Entscheidung treffen“. Die Jury kürte aber mit „Smombie“ - ein Kunstwort aus Smartphone und Zombie. Es soll jemanden beschreiben, der von seiner Umwelt nichts mehr mitbekommt, weil er nur noch auf sein Smartphone starrt.

Die Wahl ist eine Werbeaktion des Langenscheidt-Verlags für sein Jugendsprache-Lexikon und fand in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Oft wird dabei diskutiert, ob das Sieger-Wort wirklich dem Sprachgebrauch von Jugendlichen entspricht. „Wir haben ein Wort gefunden, das wirklich bereits gesprochen wird“, sagte ein Sprecher. Dem Vorwurf, so spreche niemand, habe man dieses Jahr etwas entgegensetzen können.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Lifestyle

Weihnachtsstern für Gesteck: Stiel in heißes Wasser tauchen

Bonn. Zum Fest der Liebe sorgt die Komposition aus Weihnachtssternen und Kerzen für eine gemütliche Stimmung. Damit nichts schief läuft, sollten die Stiele nach dem Abschneiden kurz in heißes Wasser getränkt werden.mehr...

Lifestyle

Geschenke stilvoll verpacken: Kordeln statt Kräuselband

München. Die einen lieben das Verpacken von Geschenken, die anderen meiden es. Die Kanten sitzen nicht, das Band verrutscht - und selbst wenn alles passt, irgendwie wirkt das nicht. Eine Profi-Einpackerin eines Kaufhauses verrät ihre Tricks.mehr...

Lifestyle

Trendstoff der Saison: Schöner Schimmer mit Samt

München. Samt? Wirklich? Der lange in Verruf geratene Stoff ist zurück in Mode. Das weiche Material in warmen Farben wie Flaschengrün oder Bordeauxrot, Gold, Petrol und Schokobraun ziert Kleidung und Accessoires. Und sogar Schuhe.mehr...

Lifestyle

Weihnachtsbaum perfekt schmücken: Richtige Abstände wählen

Hamburg. An einem Zweig hängt zu viel, an einem anderen zu wenig - einen Weihnachtsbaum optimal zu schmücken, gelingt nicht immer. Doch die richtige Anzahl an Kugeln und Anhängern lässt sich berechnen.mehr...