Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Idris Elba fühlte sich „sehr, sehr klein“

London. Drehen in eisiger Höhe im kanadischen Gebirge - der Film „Zwischen zwei Leben“ war nicht nur schauspielerisch eine Herausforderung. Idris Elba im Gespräch.

Idris Elba fühlte sich „sehr, sehr klein“

Idris Elba hat die Herausforderung genossen. Foto: Facundo Arrizabalaga/Archiv

Idris Elba sitzt entspannt in einer Suite im schicken Ham Yard Hotel in Londons Ausgehviertel Soho.

In dem romantischen Abenteuerfilm „Zwischen zwei Leben“ spielt der 45-Jährige den Chirurgen Ben Bass, der zusammen mit der Fotojournalistin Alex Martin (Kate Winslet) in einem schneebedeckten einsamen Gebirge gestrandet ist. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur erinnert er sich an die anstrengenden Dreharbeiten in Kanada.

Frage: Hat Ihnen der Dreh Spaß gemacht?

Antwort: Ich habe das Filmemachen genossen, weil es sehr erhebend war. Es war ein wunderschöner Ort. Dort gibt es nicht viele Menschen, vielleicht ein paar Ziegen - nicht viele Menschen sehen ihn. Da oben zu sein und sich umzublicken, ein Teil der Erde zu sein. Ich fühlte mich sehr, sehr klein und wirklich privilegiert, dort zu sein.

Frage: Was war die schlimmste Szene in den Bergen?

Antwort: Es gab eine Szene, kurz bevor wir die Höhle finden. Kate und ich schlagen uns durch den Schnee, der uns bis zum Hals reicht. Wir rackern uns durch diesen Schnee hindurch. Es war hart, es war anstrengend, und wir haben es getan.

Frage: Was hat Ihnen am meisten an der Geschichte gefallen?

Antwort: Ich mag, dass es eine menschliche Geschichte ist. Ohne Greenscreen oder großen Action-Plot. Ganz einfach, was würdest du tun, wenn du mit einem völlig Fremden auf einem Berg gefangen wärst? In der heutigen Zeit starren wir mehr auf unsere Smartphones als dass wir uns in die Augen schauen. Das ist die Wahrheit. Weil jeder mit seinem Leben durch sein Handy verbunden ist. Wir bekommen von einem Handy keine Empathie, gar nichts. Du erhältst Informationen in Schwarzweiß. Aber wenn du es bittest, dir eine Emotion zu geben, ein Bauchgefühl, das kann es nicht.

Frage: Sie und Kate Winslet sind die meiste Zeit auf der Leinwand zu sehen. Ist es eine besondere Herausforderung, einen Film mit nur zwei Protagonisten zu tragen?

Antwort: Ja. Sie bitten das Publikum, die Aufmerksamkeit nur zwischen zwei Menschen zu teilen, im Gegensatz zu einer Besetzung mit mehreren Charakteren. Und Sie müssen jede Entscheidung glaubhaft machen, Realität in jedes Wort legen, in alles, was Sie sagen, weil das Publikum viel Zeit mit Ihnen verbringt. Kate und ich haben darüber gesprochen, ob es das für uns schwerer macht. Aber ich denke, wir haben die Herausforderung genossen, weil wir mehr von uns selbst gegeben haben.

Frage: Sie haben einige Dokumentarfilme in Ihrer Karriere gemacht - fühlte sich der Film manchmal eher danach an?

Antwort: Es ist eine Art Mischform, weil unser Regisseur (Hany Abu-Assad) wollte, dass Kate und ich die Kälte fühlen und nicht nur so tun. Wir drehten nicht in einem Studio, er wollte, dass wir uns auf dem Gipfel eines Berges abmühen, was wir auch machten. Das ist ähnlich wie ein Dokumentarfilm.

Frage: Haben Sie manchmal das Gefühl, dass Sie etwas zurückgeben müssen, weil Sie in einer privilegierten Position sind?

Antwort: Mein Ruhm bringt es mit sich, dass ich Dinge erhellen kann, die Menschen nicht kennen oder sehen. Ich kann anderen Menschen dabei helfen, aus einer Situation heraus und in eine bessere zu kommen. Um ehrlich zu sein, es gehört zu meinem Job, etwas zurückzugeben, also engagiere ich mich für wohltätige Zwecke, soviel ich kann.

Frage: Sir werden der nächste Bond, stimmt’s?

Antwort: Nein. Nächste Frage?

ZUR PERSON: Der 45-jährige Schauspieler, Musiker und DJ Idris Elba wurde vor allem für seine Rolle als Drogendealer in der amerikanischen Kultserie „The Wire“ bekannt. Er erhielt mehrere Auszeichnungen als Hauptkommissar Luther in der gleichnamigen BBC-Serie. Seit Jahren ist er als möglicher Bond-Nachfolger für Daniel Craig im Gespräch.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Kino

„Star Wars“-Regisseur Johnson ist auch ein großer Fan

London. Als Rian Johnson vier Jahre alt war, nahm ihn sein Vater mit ins Kino, um den ersten „Star Wars“-Film zu sehen. Es war der Beginn einer großen Leidenschaft für den Regisseur und Drehbuchautor, der die Saga jetzt selbst mit „Star Wars: Die letzten Jedi“ fortsetzt.mehr...

Filmbesprechung

„Star Wars: Die letzten Jedi“ - Die Macht im Ungleichgewicht

London. Luke Skywalker ist endlich zurück. Der Held der frühen Star-Wars-Filme begeistert als kauziger Jedi-Meister, der mit der Macht erstmal nichts zu tun haben will. Doch der achten Episode der Weltraumsaga fehlt der Schwung.mehr...

Kino

Satire „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ auf DVD

Berlin. Ein Tisch, ein Haus, die DDR: In diesem Film geht alles zu Bruch. Die Romanverfilmung „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ ist ein grandioses Zeugnis des Scheiterns. In den Hauptrollen glänzen Bruno Ganz, Hildegard Schmahl und Sylvester Groth.mehr...

Kino

Oscar-Hoffnung für deutsche Regisseurin Katja Benrath

Los Angeles. Der Traum von Gold in Hollywood hatte sich für Katja Benrath schon im Oktober erfüllt - da gewann die Lübeckerin mit ihrem Kurzspielfilm „Watu Wote/All Of Us“ den goldenen Studenten-Oscar. Nun winkt der Regisseurin eine weitere Oscar-Chance.mehr...

Filmstarts

„Meine schöne innere Sonne“: Romanze mit Juliette Binoche

Berlin. In der romantischen Komödie „Meine schöne innere Sonne“ trifft die Protagonistin viele unterschiedliche Männer. Das Liebesglück bleibt dennoch aus. Deswegen soll ein Wahrsager Abhilfe schaffen.mehr...

Filmstarts

„Star Wars: Die letzten Jedi“: Teil acht der Erfolgs-Saga

Berlin. „Star Wars“ ist ein Klassiker. Nun kehrt er ins Kino zurück - und mit ihm Luke Skywalker. Die achte Episode knüpft direkt an den Vorgängerfilm an und dreht sich um eine Widerstandsbewegung.mehr...