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Immer wieder Lewandowski: Bayern feiern ihren Torjäger

München. Was macht jemand wie Lewandowski nach einer Woche voll Spekulationen über einen möglichen neuen Sturmrivalen und ohne viele angeschlagene Teamkollegen in der Offensive? Er entscheidet das Spiel fast von allein! Und doch findet er in der Euphorie auch mahnende Worte.

Immer wieder Lewandowski: Bayern feiern ihren Torjäger

Der FC Bayern München kann sich auf ihn verlassen: Torjäger Robert Lewandowski. Foto: Tobias Hase

Deutlicher konnte Robert Lewandowski kaum zeigen, dass es bei den Wechsel-Spekulationen um Sandro Wagner immer nur um einen Platz als Backup-Stürmer für den FC Bayern geht.

Zwei Treffer beim souveränen 3:0 (2:0) gegen den FC Augsburg, Platz eins in der Torjägerliste der Fußball-Bundesliga, und mal wieder Lob von allen Seiten: Am Mittelstürmer gibt es derzeit kein Vorbeikommen. „Er ist Wahnsinn“, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Der Pole hat noch lange nicht genug. „Wir wissen, dass wir noch besser spielen können“, betonte Lewandowski angestachelt vor der letzten Phase der Hinrunde.

Zu Stürmerkollege Wagner, der im Winter von Hoffenheim nach München wechseln will und über den die Manager der Liga-Rivalen bereits verhandeln, hielt sich der Offensiv-Platzhirsch von der Säbener Straße bedeckt. „Wir schauen, wer kommt, und dann können wir weiter sprechen“, sagte der neuerdings graublond gefärbte Lewandowski.

Angst vor ernsthafter Konkurrenz um den Stammplatz muss der Torjäger in der Form ohnehin nicht haben. In der Liga traf Lewandowski bisher 13 Mal, nur beim 0:2 in Hoffenheim und dem 1:0 in Hamburg ging er leer aus. Konstanz, Kaltschnäuzigkeit und Vielseitigkeit verblüffen auch die Gegner. „Er ist ein Stürmer, der alles kann, man kann sich da auf nichts einstellen“, sagte Augsburgs Torwart Marwin Hitz.

Nur Trainer-Jubilar Jupp Heynckes verzichtete auf ausschweifendes Lob für seinen Edel-Profi. „Das überrascht mich nicht“, sagte der Coach und meinte lapidar: „Weltklassespieler müssen auch mal ab und zu Tore erzielen.“ Heynckes brachte die mau in die Saison gestarteten Bayern famos wieder auf Kurs und feierte den achten Sieg im achten Pflichtspiel nach seinem Comeback beim deutschen Rekordmeister.

Für den Coach selbst war es der 500. Sieg in der Bundesliga, ein einsamer Rekord. „Das ist schon beeindruckend, das ist Wahnsinn“, meinte Arjen Robben. „Das darf ruhig noch ein bisschen weitergehen.“

Aber natürlich wissen die Münchner, dass die aktuell sechs Punkte Vorsprung in der Bundesliga auf RB Leipzig noch keinen Meistertitel bedeuten und dass die entscheidenden Partien - auch vor Jahresfrist - alle noch anstehen. Nach dem Champions-League-Gastspiel am Mittwoch beim RSC Anderlecht soll im letzten Vorrundenduell gegen die Stars von Paris Saint-Germain eine Chance auf den Gruppensieg bestehen. Und als Jahresabschluss steht das Pokal-Achtelfinale gegen Dortmund an.

In alle Euphorie ob der Superserie unter Heynckes mischten sich daher auch warnende Töne. Just Lewandowski erinnerte an den bisherigen Saisonverlauf und einen Fünf-Punkte-Rückstand auf Dortmund noch vor eineinhalb Monaten. „Diese Saison zeigt, dass du im Fußball nie sagen kannst, was passieren wird“, meinte er. „Wir dürfen nicht zufrieden sein“, forderte auch Arjen Robben. „Jedes Spiel ist schwierig, wir bekommen nichts geschenkt, wir müssen dafür auch arbeiten.“

Gegen Augsburg tat sich der deutsche Serienmeister anfangs schwer und jubelte erst in der 31. Minute, als der von Heynckes in den jüngsten Wochen wieder auf Vordermann gebrachte Arturo Vidal die Führung erzielte. Lewandowski sorgte dann mit einem Doppelschlag (38./49.) für die Entscheidung und eine gelungene Einstimmung auf Anderlecht.

Der souveräne Dreier kaschierte aber nicht den Verbesserungsbedarf, den die Münchner noch sehen. Vor allem offensiv um Spielermacher James fehlten immer wieder zündende Ideen, das Fehlen von Profis wie den allesamt angeschlagenen Thomas Müller, Franck Ribéry, Kingsley Coman oder Thiago war nicht zu übersehen. In den entscheidenden Matches der Saison sollten diese Offensivakteure wieder fit sein - denn selbst ein Robert Lewandowski kann weder ganz allein noch mit einem möglichen neuen Ersatzmann den Triple-Traum wahr werden lassen.

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