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Japans Kaiser Akihito empfängt Trump

Tokio. Tag zwei der Asienreise Trumps. Japan dürfte eine der einfacheren Stationen gewesen sein: In Sachen Nordkorea marschiert man Seite an Seite.

Japans Kaiser Akihito empfängt Trump

Trump sprach mit Hilfe eines Übersetzers mit dem Kaiser, während seine Frau sich mit der Kaiserin unterhielt. Foto: Issei Kato

Japans Kaiser Akihito hat US-Präsident Donald Trump zu einer Audienz empfangen. Trump und seine Frau Melania fuhren im der gepanzerten Limousine des US-Präsidenten vor und gaben dem Kaiser und seiner Frau, Kaiserin Michiko, lächelnd die Hand.

Nach kurzen Worten der Begrüßung zogen sich die Vier zu einem Gespräch zurück. Trump sprach dabei mit Hilfe eines Übersetzers mit dem Kaiser, während seine Frau sich mit der Kaiserin unterhielt, wie das japanische Fernsehen zeigte. Über was die Vier sprachen, war nicht zu vernehmen.

Japanische Medien erinnerten an Trumps Vorgänger Barack Obama, der sich 2009 tief vor Japans Kaiser verbeugt hatte und dafür von Konservativen in Amerika kritisiert worden war.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe bekräftigte Trump, dass die Ära strategischer Geduld für Nordkorea seitens der USA zu Ende sei. „Wenn die Leute sagen, meine Rhetorik sei zu stark, sollten wir uns ansehen, wohin wir mit schwacher Rhetorik in den vergangenen 25 Jahren gekommen sind“, sagte Trump unmittelbar vor seiner Reise nach Südkorea.

Trump vermied es gleichwohl auffällig, an die Adresse Nordkoreas zu ähnlich starken Worten zu greifen wie zuletzt. Bei verschiedenen Gelegenheiten hatte er dem Land mit totaler Zerstörung oder mit Feuer und Wut in noch nie gesehenem Ausmaß gedroht. In Tokio gab sich der US-Präsident wie schon am Vortag zwar eindeutig in der Sache, goss aber kein weiteres Öl ins Feuer.

Der japanische Ministerpräsident kündigte an, dass Japan und die USA im Konflikt um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm den Druck auf das Land erhöhen wollten. Dies sei nicht die Zeit für Dialog mit Nordkorea. Dialog um des Dialoges willen mache keinen Sinn, sagte Abe. „Wir wollen durch alle möglichen Mittel den Druck auf Nordkorea bis zum Maximalen erhöhen.“

Abe sagte: „Niemand will einen Krieg. Wir müssen daran arbeiten, dass Nordkorea von sich aus mit uns reden will, damit sich die Politik ändert. Wir müssen unsere Verteidigungskraft qualitativ und quantitativ erhöhen und werden die entsprechende Anschaffung aus den USA vornehmen.“ Damit bestätigte Abe eine vorherige Aussage Trumps, der ihn aufgefordert hatte, kräftig in den USA Waffensysteme einzukaufen.

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