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Fußball: Nationalmannschaft

Joachim Löw verspricht mehr Tempo gegen Frankreich

Köln Joachim Löw will zum Abschluss des erfolgreichen Länderspiel-Jahres seinen WM-Experimentier-Kurs Richtung Russland 2018 kompromisslos fortsetzen. Gegen Frankreich verspricht er aber mehr Offensivgeist. Als Chance zur Revanche sieht der Bundestrainer das Freundschaftsspiel gegen den Nachbarn nicht.

Joachim Löw verspricht mehr Tempo gegen Frankreich

Im Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft 2016 mussten sich Leroy Sané & Co. gegen die Équipe Tricolore geschlagen geben. Mit mehr Tempo und Offensivgeist will die Mannschaft von Joachim Löw am Dienstag die Oberhand behalten. Foto: dpa

Mehr Emotion, mehr Offensive, aber keine Revanche für die immer noch offene EM-Wunde: Im Härtetest gegen Frankreich fordert Joachim Löw zum Abschluss des bislang makellosen Länderspieljahres von seinen WM-Kandidaten noch einmal große Leidenschaft. „Aufmerksam sein, konzentriert sein, ein hohes Tempo und eine hohe Emotionalität ins Spiel zu bringen, das wird wichtig sein“, sagte der Bundestrainer vor dem Klassiker der Fußball-Nationalmannschaft gegen einen weiteren Konkurrenten um die WM-Krone am Dienstag (20.45 Uhr/ARD) im Kölner Rhein-Energie-Stadion.

Trapp erhält Bewährungschance

Frankreich-Kenner Kevin Trapp bekommt von Löw mit seinem zweiten Länderspiel-Einsatz eine WM-Bewährungschance im Tor als Vertreter des weiter verletzten Manuel Neuer. „Er macht einen guten Eindruck. Ich habe ein gutes Gefühl, obwohl er zuletzt wenig gespielt hat“, sagte Löw über den Ersatzmann von Paris Saint-Germain. Ins Team zurückkehren werden zudem im Mittelfeld Sami Khedira und der von seinem Magen-Darm-Infekt genesene Toni Kroos. Beide waren beim mageren 0:0 gegen England geschont worden.

Athen Nach der Europameisterschaft 2016 verpasst Griechenland auch die Weltmeisterschaft 2018. Trainer Michael Skibbe will aber in jedem Fall weitermachen. Ob er das tatsächlich darf, bleibt abzuwarten. Die Entscheidung darüber, ob der Fußball-Lehrer bleiben darf, liegt beim Verband - und nicht bei Skibbe.mehr...

Trotz der unterschwelligen öffentlichen Kritik am nüchternen Auftritt in Wembley will Löw seinen Experimentierkurs Richtung Weltmeisterschaft 2018 in Russland kompromisslos fortsetzen - und dabei zur Not auch ein schlechtes Resultat tolerieren. „Ergebnisse sind nicht das Wichtigste. Ich möchte ein bisschen Fehlerkultur zulassen. Fehler passieren, damit man daraus lernen kann“, sagte der DFB-Chefcoach, für den nur die WM vom 14. Juni bis 15. Juli die Messlatte ist. Dafür nimmt Löw auch ein geringeres Zuschauerinteresse, wie es sich bei bislang nur 30.000 verkauften Tickets in Köln andeutet, in Kauf.

Weltklasse in jeder Formation

Die eigene Marschroute soll zumindest anders aussehen als bei der unspektakulären England-Nullnummer. „Wir wollen selbst offensiver spielen und uns besser in Szene setzen“, sagte Löw. Aber: „Frankreich besitzt gerade in der Offensive in der Breite eine unglaubliche Qualität.“ Die Franzosen um PSG-Jungstar Kylian Mbappé oder die Bayern-Profis Kingsley Coman und Corentin Tolisso seien noch gefährlicher als die Engländer und hätten in jeder möglichen Formation Weltklasse zu bieten: „Darauf müssen wir uns einstellen“, betonte der 57-Jährige.

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London Ein Debüt, ein Comeback und ein bisschen anders gespielt: Die Nullnummer im Klassiker gegen England war kein Leckerbissen. Die Erkenntnisse könnten aber noch sehr wichtig werden, betont Abwehrchef Mats Hummels. Der genoss im Löw-Team erstmals eine besondere Ehre.mehr...

Das bittere 0:2 im EM-Halbfinale vor 16 Monaten in Marseille durch einen Tore-Doppelpack von Antoine Griezmann ist für Löw dabei nicht mehr maßgeblich. „Es ist keine Revanche, die gibt es zu dem Zeitpunkt nicht. Wir haben verloren, das kann man nicht mehr zurückholen“, sagte der Bundestrainer am Montag in Köln. Auch für PSG-Profi Julian Draxler spielt das EM-Aus gegen seine heutigen Kollegen keine entscheidende Rolle. „Man denkt schon ab und zu noch dran. Wir haben uns sehr geärgert, dass wir da ausgeschieden sind. Es wird aber nicht die große Revanchelust freigesetzt. Aber ich denke, generell ist das ein Superspiel“, sagte der 24-Jährige.

Verbesserte Chancenverwertung

Im Vergleich zum EM-Duell vor 16 Monaten - als die seither 20 Mal ungeschlagene DFB-Elf ihre bislang letzte Niederlage kassierte - hätten sich beide Nationen noch einmal weiterentwickelt. Das deutsche Plus für Toni Kroos: Die verbesserte Chancenverwertung. „Wir haben eine Vielzahl von Spielern dabei, die den Abschluss suchen und tief gehen, wie Timo Werner. Das gibt uns neue Möglichkeiten“, sagte er. Mit einem Sieg gegen Frankreich würde die DFB-Elf nicht nur erstmals seit 1997 in einem Kalenderjahr ohne Niederlage bleiben. „Dieses Jahr verlief so, wie wir es uns gewünscht und vorgestellt haben“, sagte Löw. Auch würde eine Negativmarke getilgt. Der letzte Heimerfolg gegen die Équipe Tricolore datiert aus dem Sommer 1987, als Rudi Völler beim 2:1 in Berlin doppelt traf.

Von dpa

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