Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Kanada: Deutscher Tauchroboter findet historisches Flugzeug

Ilmenau. Der Ontariosee im Osten Kanadas und der USA ist ein beliebtes Touristenziel. Dort versunkene Flugzeugteile haben das Interesse von Wissenschaftlern auch aus Deutschland geweckt.

Ein Tauchroboter deutscher Wissenschaftler hat im Ontariosee in Kanada Testmodelle eines dort vor mehr als 50 Jahren entwickelten Militärflugzeuges entdeckt.

Der dreieinhalb Meter lange Unterwasserroboter fand auf dem Seeboden die Überreste von zwei der acht historischen Versuchsmodelle des Abfangjägers Avro Canada CF-105 Arrow, wie die Fraunhofer-Gesellschaft mitteilte. Diese waren in den 1950er Jahren bei Flugversuchen am Seeufer abgeschossen worden. Die Fragmente sind über ein großes Gebiet im rund 240 Meter tiefen Ontariosee an der Grenze zwischen Kanada und den USA verstreut.

Den batteriebetriebenen Tauchroboter haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung in Ilmenau (Thüringen) und Karlsruhe (Baden-Württemberg) in mehrjähriger Forschungsarbeit entwickelt. Das Institut für Siliziumtechnologie in Itzehoe (Schleswig-Holstein) steuerte die Software für die Batteriesteuerung bei.

Das Gefährt ist für Tauchgänge in bis zu sechs Kilometern Tiefe geeignet und unter anderem mit Navigationssystem und zwei Sonaren zur Schallortung ausgerüstet. Die Route wird vor Fahrtbeginn einprogrammiert, der Roboter scannt eigenständig das eingegebene Suchfeld mit einem Schallortungsgerät (Sonar) ab. Die Echtzeit-Sonarbilder lassen sich per WLan übertragen.

Während der Suchfahrten von Ende Juli bis Ende September seien 400 Objekte im Ontariosee aufgespürt worden, sagte der Ilmenauer Informatiker Helge Renkewitz. Zwei seien Modelle des Abfangjägers. Die inzwischen witterungsbedingt eingestellte Suche soll im Sommer 2018 fortgesetzt werden. Die Lizenz für die Großserienproduktion des Unterwasserroboters hat laut Fraunhofer-Gesellschaft das kanadische Technologieunternehmen Kraken Robotics erworben.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wissenschaft

Studie: Zu viel Sport am Limit könnte dem Herzen schaden

Hamburg. Aus einer Stichproben-Untersuchung schließen Hamburger Mediziner, dass männliche Freizeitsportler bei dauernder Überanstrengung möglicherweise ihrer Herzgesundheit schaden können.mehr...

Wissenschaft

Forscher belauschen Asteroid „Oumuamua“

Green Bank. Er kommt aus einem anderen Sonnensystem und flitzte kürzlich an der Erde vorbei: Forscher in den USA belauschen den Asteroid „Oumuamua“. Einige glauben, er könne ein Geheimnis in sich tragen.mehr...

Wissenschaft

Drei ISS-Raumfahrer sicher zur Erde zurückgekehrt

Scheskasgan. Die russische Raumfahrt hat mit der bewährten Sojus-Kapsel eine weitere glatte Landung hingelegt. Drei Raumfahrer kehrten von der ISS zurück. Nur saukalt war es an der Landestelle in der kasachischen Steppe.mehr...

Wissenschaft

Mehr als 20 000 Babys jährlich nach künstlicher Befruchtung

München. Die Zahl der Geburten nach einer künstlichen Befruchtung steigt in Deutschland steil an. Erstmals wurden 2015 mehr als 20 000 Kinder nach einer entsprechenden Behandlung geboren.mehr...

Wissenschaft

Ältestes Plesiosaurier-Skelett entdeckt

Bonenburg. Wissenschaftler haben in Bonenburg bei Paderborn das älteste bekannte Fossil eines Plesiosauriers entdeckt. Das Tier habe vor rund 201 Millionen Jahren gelebt, teilte die Universität Bonn mit. Das etwa 2,40 Meter lange Meeresreptil hatte demnach einen langen Hals und einen kleinen Kopf.mehr...

Wissenschaft

Medikament gegen Huntington-Krankheit besteht erste Tests

Berlin. Sie wird vererbt und verursacht schwere Schäden im Gehirn: Die Huntington-Krankheit gilt bislang als unheilbar. Jetzt haben britische Forscher ein Medikament entwickelt, das Hoffnung macht - noch aber sind viele Fragen offen.mehr...