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Kein Platz für Herthas Duda gegen Frankfurt

Berlin. Im Sommer verpflichtete Hertha mit großen Erwartungen den Spielmacher Ondrej Duda. Bislang konnte der Slowake diese nicht erfüllen. Obwohl er mittlerweile verletzungsfrei ist, wird auch gegen Frankfurt für ihn kein Platz im Team sein. Das liegt auch an Herthas Spielsystem.

Kein Platz für Herthas Duda gegen Frankfurt

Herthas Ondrej Duda (l) und Sorjas Silas kämpfen um den Ball. Foto: Soeren Stache/Archiv

Trainer Pal Dardai bastelt noch an der Aufstellung für das Heimspiel von Hertha BSC gegen Eintracht Frankfurt. Fest steht aber schon jetzt: Für den im Sommer für mehr als vier Millionen Euro geholten EM-Star Ondrej Duda wird an diesem Sonntag (15.30 Uhr/Sky) kein Platz in der Startelf sein - mal wieder. In den letzten zwei Spielen schaffte es der Slowake nicht mal in den Kader des Berliner Fußball-Bundesligisten.

„Für ihn ist es schwieriger geworden“, sagt Herthas Trainer Pal Dardai. „Er hat sich gesteigert und richtig gut trainiert. Aber die Mannschaft hat auch ohne ihn funktioniert. Jetzt hat er schlechte Karten.“ In seiner ersten Saison bei der Hertha spielte er wegen einer Knie-OP bislang insgesamt nur 67 Minuten. Jetzt ist der 22-Jährige verletzungsfrei und schien Anfang Oktober auf dem richtigen Weg zu sein. In der Europa League überzeugte er gegen Bilbao und schoss beim 2:2 gegen den FC Bayern ein Tor.

Doch dann kehrte Duda von der Nationalmannschaft zurück, „und ich weiß nicht, was passiert ist“, berichtete Dardai. „Vielleicht ist er in ein körperliches Loch gefallen. Er konnte nach 60 Minuten nicht mehr so laufen.“

Neben seiner Fitness-Defizite passt Duda als klassischer Zehner derzeit auch nicht ins Dardai-System mit zwei Stürmern. In der zentralen Mittelfeldposition setzt der Ungar auf den Sommer-Neuzugang Valentino Lazaro. Der Österreicher passt mit seiner Schnelligkeit zum angestrebten Umschaltspiel der Hertha. „Dafür ist Tino der bessere Spielertyp“, erklärte Dardai.

Die dardaische Systemänderung mit den beiden Spitzen Vedad Ibisevic und Davie Selke hat im Mittelfeld zuletzt noch zu weiteren Personalwechseln geführt. Der junge Maximilian Mittelstädt spielte in den zurückliegenden beiden Begegnungen für Salomon Kalou auf der linken Seite. „Wenn wir wieder mit zwei Stürmern spielen, kommt es auf mehr Flanken an“, meinte Dardai. Das kann Mittelstädt gut, der 20-Jährige bereitete in dieser Spielzeit schon zwei Treffer vor. Gegen die Hessen ist „Maxi“ laut Dardai eine Option.

Gegen das zweitbeste Auswärtsteam der Liga möchte die Hertha offensiv und mit viel Risiko agieren. „Wir wollen unbedingt gewinnen und nach vorne spielen“, sagte Dardai. Im Fall eines Sieges würde seine Elf mit dann 20 Punkten an der Eintracht vorbeiziehen. Die Tabellen-Nachbarn aus dem Mittelfeld wollen wie die Hertha den Kontakt zu den Europapokal-Startplätzen nicht abreißen lassen und den Abstand zu den Abstiegsrängen vergrößern.

Dardai hat in seinen bislang fünf Partien als Cheftrainer gegen die Eintracht noch nie verloren. Zweimal gewann sein Team, dreimal endete das Duell Remis. Auch die Bilanz der beiden Clubs spricht für die Blau-Weißen. Die Eintracht ist Herthas Lieblingsgegner. Mit 27 Siegen, 16 Remis und 15 Niederlagen haben die Berliner gegen die Frankfurter die beste Bilanz ihrer Clubgeschichte.

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