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Kölns Wehrle: Weiter mit Stöger und ohne finanzielle Sorgen

Köln. Geschäftsführer Alexander Wehrle ist nach dem Rückzug von Jörg Schmadtke alleiniger Geschäftsführer des 1. FC Köln. Im dpa-Interview spricht er über den Fehlstart und die Folgen.

Kölns Wehrle: Weiter mit Stöger und ohne finanzielle Sorgen

Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle (r) und Trainer Peter Stöger. Foto: Marius Becker

Der 1. FC Köln geht mit Peter Stöger weiter durch dick und dünn. Geschäftsführer Alexander Wehrle stärkt dem Trainer trotz der beispiellosen sportlichen Talfahrt weiter den Rücken und verriet, dass Stögers bis 2020 laufender Vertrag auch im Fall des Abstiegs Gültigkeit behält.

„Alle Verträge, inklusive die der Geschäftsführung, gelten für die 2. Liga“, erklärte Wehrle in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Auf die Frage, ob der Tabellenletzte mit dem Österreicher auch in die 2. Liga gehen würde, antwortete der nach dem Rückzug von Sportchef Jörg Schmadtke alleinige Geschäftsführer ausweichend: „Wir beschäftigen uns damit, mit Peter Stöger den Klassenerhalt zu schaffen und dann normal mit ihm weiterzuarbeiten.“

Grundsätzlich sprach Wehrle dem 51 Jahre alten Coach trotz des völlig missratenen Saisonstarts mit nur zwei Punkten aus elf Spielen aber das Vertrauen aus. „Peter Stöger ist eine Persönlichkeit, die zu 100 Prozent nach Köln passt. Er hatte vier Jahre lang großen Erfolg. Und die Mannschaft - das haben viele Spieler kommuniziert - steht zu 100 Prozent zu ihm. Von daher sehen wir keine Veranlassung, uns zu trennen“, versicherte er. „Und solange Peter Stöger nicht selbst auf uns zukommt oder wir andere Signale aus dem Team erhalten, wird sich daran auch nichts ändern.“

Die Beweggründe für die Trennung von Schmadtke wollte dessen engster Vertrauter beim FC derweil nicht verraten. „Ich kenne natürlich die Gründe. Aber sie sollten nicht öffentlich diskutiert und thematisiert werden“, sagte der 42-Jährige. Dass dann spekuliert werde, müsse man „manchmal in Kauf nehmen. Ich habe die Entscheidung sehr bedauert, aber man muss sie akzeptieren und respektieren. Im Endeffekt war es eine einvernehmliche Trennung.“

Von den Spielern hätten einige Ausstiegsklauseln in ihren Verträgen, bestätigte Wehrle: „Aber im Vergleich zur Kadergröße ist es überschaubar.“ Bekannt ist eine Klausel bei Torhüter Timo Horn über angeblich 17 Millionen Euro.

Finanziell könnten die Kölner einen Abstieg in jedem Fall verkraften. „Ich glaube fest an den Klassenverbleib. Aber sollte es nicht funktionieren, sind wir voll handlungsfähig“, versicherte Wehrle. „Wir haben eine starke Struktur und eine Geschlossenheit zwischen Vorstand und Geschäftsführung. Zudem sind wir ganz weit weg von einer drohenden Insolvenz, wie es 2012 offenbar der Fall war.“

Theoretisch könnten die Kölner im Winter auch auf dem Transfermarkt tätig werden. Wie viel der FC investiert, ist laut Wehrle „am Ende auch davon abhängig, wie viele Punkte wir bis zur Winterpause haben“. Um Spieler mit Perspektive von dem Projekt zu überzeugen, müsste der FC bis zum Ende der Hinrunde zumindest Kontakt zur Konkurrenz haben. Aktuell beträgt der Rückstand auf Platz 15 schon acht Zähler.

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