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Kuranyi: Gespräche mit Panama wegen Beraterjob für WM

Stuttgart. Kevin Kuranyi könnte bei der WM als Berater für Außenseiter Panama dabei sein. Im Januar gibt es konkrete Gespräche mit dem einstigen deutschen Nationalstürmer.

Kuranyi: Gespräche mit Panama wegen Beraterjob für WM

Könnte als Berater für Panama zur WM nach Russland fahren: Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi. Foto: Marijan Murat

Der riesige SUV passt erst in die zweite Parklücke. Den spöttischen Zuruf „Typisches Fußballer-Auto!“ kontert Kevin Kuranyi aus dem offenen Fenster mit einem breiten Grinsen und den Worten: „Bin doch mehrfacher Familienvater.“

Der 35 Jahre alte deutsche Ex-Nationalspieler hat im März zwar seine Karriere beendet, ist aber nach wie vor eng vernetzt im Profigeschäft. Für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland winkt ihm sogar ein Job bei Neuling Panama. „Sie haben angeboten, mit mir zu reden“, sagt der einstige Stürmerstar im Interview der Deutschen Presse-Agentur vor der WM-Auslosung an diesem Freitag.

Der gebürtige Brasilianer Kuranyi ist teilweise bei seiner Mutter in Panama aufgewachsen und hat mit einigen aktuellen Nationalspielern in der Jugend zusammengespielt. „Ich kenne den Verband und auch den Staatspräsidenten und dessen Familie. Im Januar werde ich dort ein paar Gespräche führen. Dann werden wir sehen, was für Möglichkeiten es gibt, nach Russland zu kommen. Ich kann mir alles vorstellen.“

Kuranyi lebt mit Ehefrau Viktorija und den Kindern Karlo (12) und Vivien (9) nach seinem Rücktritt in März wieder in Stuttgart. In Brasilien und Panama ist er immer noch regelmäßig, auch im Land des WM-Gastgebers hat er noch Freunde: Fünf Jahre spielte er für Spartak Moskau. „Russland muss sich im eigenen Land sehr gut präsentieren. Natürlich ist Russland politisch sehr in Bewegung, aber ich hoffe, dass sich das Land von seiner besten Seite zeigen kann“, sagt Kuranyi.

Sein Augenmerk gilt vor allem der deutschen, brasilianischen und panamaischen Mannschaft. „Mein Herz schlägt für alle drei Teams, da ich in jedem Land gelebt habe“, erklärt Kuranyi. Pässe hat er von allen drei Ländern, seine ansteckende Fröhlichkeit wohl von seiner Latino-Herkunft.

Als 52-facher DFB-Auswahlspieler ist er der Mannschaft von Joachim Löw immer noch eng verbunden und war kürzlich zu Besuch bei Julian Draxler in Paris. Dabei traf er auch Superstar Neymar. Brasiliens 1:7 vom WM-Halbfinale 2014 gegen Deutschland sei „längst vorbei. Das ist eine neue Generation, die mit Neymar Großes erreichen kann.“

WM-Topfavorit ist für Kuranyi jedoch Deutschland. „Das Trainerteam weiß, wie man mit den Spielern umgehen muss, damit sie mental top vorbereitet ins Turnier gehen - auch wenn sie schon Weltmeister sind“, sagt er. Der klassische Mittelstürmer, wie es auch Kuranyi verkörperte, ist für Löw weiter eine wichtige Offensivoption.

Ob der Bundestrainer 2018 lieber den Wolfsburger Mario Gomez oder den Hoffenheimer Sandro Wagner mitnehmen soll? „Beide!“, sagt Kuranyi. „Beide haben sehr gute Qualitäten. Nummer eins ist Timo Werner, ganz klar. Dahinter sehe ich schon die beiden. Vielleicht rutscht noch Kevin Volland rein, wenn er weiter so trifft.“

Kuranyi hat jetzt andere Ziele. Das alte Kampfgewicht halten zum Beispiel. „Ich habe jetzt drei Wochen keinen Sport gemacht“, stöhnt er beim Frühstücksmüsli. Die vier Kilo Zuwachs verteilen sich aber unauffällig auf seine 1,90 Meter. Inzwischen ist der Vize-
Europameister von 2008 als Spielerberater tätig.

Bei seinem Karriereende sagte er damals: Er habe ein paar wertvolle Tipps für junge Fußballer. Zum Beispiel bei Länderspielen bis auf den Schlusspfiff zu warten, bevor man das Stadion verlässt. So endete 2008 seine Nationalmannschaftskarriere. Auch darüber kann Kuranyi heute lächeln.

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