Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Ledvance-Betriebsräte wollen Alternativkonzept vorlegen

Augsburg. LED-Leuchtmittel verdrängen seit Jahren klassische Lampen aus Haushalten und Unternehmen. Doch die Mitarbeiter von Ledvance wollen nicht akzeptieren, dass sie deswegen ihre Jobs verlieren.

Ledvance-Betriebsräte wollen Alternativkonzept vorlegen

Mit Fahnen der IG Metall demonstrieren ein Mann und eine Frau in Augsburg vor dem Werk des Lampenherstellers Ledvance. Foto: Stefan Puchner

Die Beschäftigten des Leuchtmittelherstellers Ledvance wollen sich mit dem Abbau von 1300 Stellen nicht abfinden und ein Alternativkonzept für alle betroffenen Standorte vorlegen.

Dazu werde zunächst ein Wirtschaftssachverständiger beauftragt, kündigten die Betriebsratvorsitzenden der Werke am Freitag nach einer Sitzung in Augsburg an. Bis zum Jahresende sollen erste Ergebnisse vorliegen.

Ledvance hatte angekündigt, mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze in Deutschland streichen zu wollen. Neben Augsburg soll auch das Werk Berlin geschlossen werden. In den Fabriken in Wipperfürth (Nordrhein-Westfalen) und im oberbayerischen Eichstätt sowie in der Zentrale in Garching bei München soll ebenfalls Personal abgebaut werden.

Die ehemalige Osram-Tochter hat seit Jahren Probleme, weil die klassischen Ledvance-Produkte wie Leuchtstoffröhren durch den Trend zu LED-Lampen ein Auslaufmodell sind. In modernen LED-Angeboten sehen die Mitarbeiter ihre Chancen. Die Arbeitnehmervertreter bekräftigten, dass es Zukunftskonzepte für das Unternehmen gebe. Die vorliegenden Papiere sollen zu einem Gesamtkonzept zusammengeführt werden.

Der Konzernbetriebsratsvorsitzende Andreas Jakob sagte, die „angebliche Alternativlosigkeit“ zu den Fabrikschließungen sei nicht haltbar. Die Ledvance-Geschäftsführung sei verpflichtet, Alternativen zu prüfen. Der Abbau von Arbeitsplätzen dürfe immer nur das allerletzte Mittel sein.

Am Mittwoch hatte es erstmals ein Treffen der Stadt Augsburg mit Vertretern des Unternehmens und dem Betriebsrat gegeben. Daran hatte auch Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) teilgenommen. Nach Angaben ihres Ministeriums könnte es eine Technologieförderung geben, falls Ledvance das Augsburger Werk mit rund 700 Beschäftigten doch nicht stilllegt.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Dax legt zum Wochenstart leicht zu

Frankfurt/Main. Der Dax hat zum Handelsauftakt mit moderaten Gewinnen an seine starke Vorwoche angeknüpft. Getragen von den guten Vorgaben der Wall Street und den asiatischen Börsen stieg der deutsche Leitindex in den ersten Handelsminuten um 0,23 Prozent auf 13.183,87 Punkte.mehr...

Wirtschaft

Windenergie auf See ergiebiger als erwartet

Berlin/Hamburg. Sollen die Ziele der Energiewende erreicht werden, müssen noch deutlich mehr Windkraftwerke in Nord- und Ostsee errichtet werden, ergab eine Studie im Auftrag der Branche. Umweltschützer reagieren zunehmend skeptisch auf diese Nutzung der Meere.mehr...

Wirtschaft

Nach Future-Start: Bitcoin steigt weiter

Chicago. Der Kurs der umstrittenen Digitalwährung Bitcoin ist nach dem Start des ersten Terminkontrakts an einer regulierten Börse gestiegen. Beim Handelsplatz Bitstamp kostete ein Bitcoin knapp unter 16.000 Dollar und damit deutlich mehr als am Sonntag.mehr...

Wirtschaft

VW-Chef: Steuervorteile für Dieselkraftstoff „hinterfragen“

Wolfsburg. Bei der Kfz-Steuer ist der Betrieb eines Dieselautos in der Regel teurer, beim Sprit dagegen billiger als der eines Benziners. Grund ist die Subventionierung des Kraftstoffs. Doch nun werden weitere Zweifel am Diesel-Privileg laut - von einem Top-Automanager.mehr...