Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Mann impotent nach OP: Kein Schmerzensgeld für Ehefrau

Hamm. Ein ungewöhnlicher Fall beschäftigte das Oberlandesgericht Hamm. Ein Mann verlor durch eine Operation seine Potenz. Die Frau des Mannes klagte wegen Verlust der Sexualität auf Schmerzensgeld.

Mann impotent nach OP: Kein Schmerzensgeld für Ehefrau

Eine Frau klagte wegen Verlust der Sexualität auf Schmerzensgeld. Ihr Mann hatte mutmaßlich wegen einer OP die Potenz verloren. Foto: Arne Dedert dpa

Ist ein Mann nach einer Operation impotent, hat die Ehefrau keinen Anspruch auf Schmerzensgeld von der Klinik. Das hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden (Az.: 3 U 42/17).

Hintergrund der ungewöhnlichen Klage war, dass der Ehemann durch eine möglicherweise fehlerhafte ärztliche Behandlung seine Potenz verloren hatte. Die Frau konnte aber nicht darlegen, dass ihr dadurch ein körperlicher oder seelischer Schaden entstanden ist.

In dem verhandelten Fall hatte der Mann bei einer Wirbelsäulen-Operation einen Nervenschaden erlitten. Von dem Krankenhaus forderte die Frau mindestens 20 000 Euro Schmerzensgeld für die angeblich durch ärztliche Fehler entstandene Impotenz ihres Mannes.

Ohne Erfolg. Sie habe nicht dargelegt, dass seine Impotenz bei ihr zu körperlichen oder seelischen Schäden geführt hat, so das Gericht. Sie mache lediglich einen faktischen „Verlust der Sexualität“ geltend. Dieser Verlust stelle jedoch keine Verletzung des Körpers, der Gesundheit oder des Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung dar. Ob ein Behandlungsfehler vorlag oder nicht, spielte bei der Entscheidung keine Rolle.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Frauen, Familie und Senioren

Digitales Spielzeug: Darauf sollten Eltern achten

Berlin. Immer früher treten Kinder in Kontakt mit der digitalen Welt. Doch vernetztes Spielzeug sollten Eltern vorab kontrollieren. Ein fehlender Schutz der Privatsphäre oder die Möglichkeit von In-App-Käufen können Gefahren bergen.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Lactalis ruft weltweit Babymilchprodukte zurück

Paris. Einige Babymilchprodukte des Molkereikonzerns Lactalis sind möglicherweise mit Salmonellen belastet. Der Erzeuger startete daher eine weltweite Rückrufaktion.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Wenn Stalker sich nicht abfinden

Karlsruhe. Meistens tun es Ex-Partner, manchmal tun es gekränkte Mitarbeiter oder Bekannte, schlimmstenfalls tun es Psychopathen. Stalking verstört die Seele, zerstört Leben und endet in seltenen Fällen sogar tödlich. Für das Opfer und manchmal auch für den Täter.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Studie: 3D-Videospiele könnten vor Demenz schützen helfen

Montreal. Wer sich fast nur noch in seinen eigenen vier Wänden bewegt, trainiert das für räumliche Orientierung zuständige Hirnareal kaum noch. Spezielle Computerspiele könnten Abhilfe schaffen, glauben Forscher.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Verbote machen Feuerwerk für Kinder noch reizvoller

Hamburg. Wenn es an Silvester kracht und funkt, haben viele Kinder Spaß. Natürlich reizt es sie, ihr eigenes Feuerwerk zu zünden. Verbieten sollten Eltern das nicht. Ratsamer ist es, die Kinder ab einem gewissen Alter anzuleiten.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Wann Begleitung zum Arzt sinnvoll ist

Heidelberg. Älteren Menschen fällt irgendwann das Sprechen schwerer. Auch die Konzentration schwindet. Wer dann das Gefühl hat, einen Arzttermin nicht mehr bewältigen zu können, sollte jemanden mitnehmen.mehr...