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Merkel betont Europa als Friedensprojekt in unsicheren Zeiten

DORTMUND Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich angesichts internationaler Krisen gegen Nationalismus und für mehr europäische Einigkeit stark gemacht. Die Stärkung Europas sei im Interesse des Friedens, des Wohlstands und der Durchsetzung westlicher Werte, sagte sie am Samstag bei einer Veranstaltung des CDU-Arbeitnehmerflügels (CDA) in Dortmund.

Merkel betont Europa als Friedensprojekt in unsicheren Zeiten

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht in Dortmund bei der Veranstaltung «Für ein erfolgreiches und soziales Deutschland» der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA).

Merkel bezeichnete die Europäische Union unter anhaltendem Applaus der rund 800 Zuhörer als „das größte Friedensprojekt“. Die CDU werde dieses „wunderbare Projekt“ niemals in Frage stellen.

Ohne die aktuelle Entwicklung in der Korea-Krise mit der verbalen Eskalation zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zu erwähnen, sagte Merkel: „Wir leben in aufregenden Zeiten. In Zeiten, in denen vieles nicht so klar ist, wie wir uns das wünschen würden.“ Die Union bringe aber „gutes Rüstzeug“ zur Bewältigung der Herausforderungen mit, wenn sie sich auf ihre Werte Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit oder soziale Marktwirtschaft besinne.

„Das Allerwichtigste“ sei aber der Schutz der Menschenwürde, sagte die Kanzlerin. Als Beispiel zog sie den europäischen Streit über die Hilfsprogramme für Griechenland heran. Niemals solle etwa gesagt werden: „Die Griechen können nicht arbeiten und die Deutschen sind Austeritäts-Fetischisten“, sagte Merkel im Zusammenhang mit Vorwürfen vor allem südlicher EU-Länder, sie selbst betreibe eine zu harte Sparpolitik zur Verringerung der Staatsverschuldung. „Jeder Mensch hat seine eigene Würde. Und so wie es faule Deutsche gibt und fleißige, wie wir alle unterschiedlich sind, so dürfen wir niemals kategorisieren“, warnte Merkel. 

dpaA

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