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Nach 0:0 in Freiburg: Sammer-Kritik perlt am HSV ab

Freiburg. Was der HSV in Freiburg ablieferte, gefiel Matthias Sammer überhaupt nicht. Der TV-Experte kritisierte den HSV-Auftritt beim 0:0 heftig. Dabei war beim sechsten Treffen von HSV-Coach Gisdol und Freiburgs Streich eigentlich klar, dass es keinen Sieger geben würde.

Nach 0:0 in Freiburg: Sammer-Kritik perlt am HSV ab

Enttäuscht registrieren die Freiburger nach dem Abpfiff das 0:0 gegen den Hamburger SV. Foto: Patrick Seeger

Die gute Laune ließ sich der Hamburger SV auch nicht von TV-Experte Matthias Sammer verderben. Destruktiv, zerstörerisch, an einem Spielaufbau überhaupt nicht interessiert: Mit ziemlich derben Worten hatte der Eurosport-Mann den Auftritt des HSV beim 0:0 in Freiburg kritisiert.

„Die Hamburger sollen doch den Antrag stellen, dass sie ohne Ball spielen“, motzte der 50 Jahre alte Ex-Nationalspieler. Was er denn von solch einer Kritik halten würde, wurde HSV-Kapitän Gotoku Sakai gefragt. „Für uns ist es scheißegal, wenn jemand unseren Fußball kritisiert“, antwortete der Japaner. Und Trainer Markus Gisdol lächelte Sammers Kritik einfach weg.

Der HSV war mit sich im Reinen in der Nacht zum Samstag. Der torlose Auftakt des 14. Spieltags der Fußball-Bundesliga bedeutete für die Hamburger das Ende der Auswärtsmisere. Fünf Mal nacheinander hatten die Hanseaten zuvor auf fremden Plätzen verloren. Durch den letztlich schmeichelhaften Punktgewinn bleiben die Freiburger um zwei Punkte distanziert. Dass das Kellerduell ohne Sieger enden würde, war auch eigentlich schon vorher klar. Denn zum sechsten Mal waren sich HSV-Coach Gisdol und sein Freiburger Kollege Christian Streich in der Liga als Konkurrenten begegnet - zum sechsten Mal endete das Aufeinandertreffen mit einem Remis.

„Es ist so ausgegangen, wie es immer zwischen uns ausgeht“, scherzte Gisdol im Anschluss. „Wenn ich vorher immer wüsste, dass ich in Freiburg Unentschieden spiele, würde ich das unterschreiben. Weil ich weiß, wie schwierig das ist, hier zu spielen.“

Tatsächlich hatte seine Mannschaft vor allem in der zweiten Hälfte Glück, dass der Sport-Club nicht in Führung ging. Freiburg wollte den Sieg, der HSV versuchte das nach der Pause nur noch zu verhindern. Schon zehn Minuten vor dem Abpfiff spielte Torhüter Christian Mathenia beim Abstoß auf Zeit. Das Spiel des Keepers war TV-Experte Sammer ohnehin ein besonderer Dorn im Auge.

Anstatt das Spiel flach von hinten zu eröffnen, hatte Mathenia immer wieder hohe Bälle in die Freiburger Hälfte gejagt. „Da platzt mir der Kragen, so macht das keinen Sinn! Auf der ganzen Welt kann eine Mannschaft nur ein Tor erzielen, wenn sie den Ball hat“, echauffierte sich der ehemalige Sportvorstand des FC Bayern.

Tatsächlich wirkte der Auftritt des HSV bei eigenem Ballbesitz ziemlich ideenlos. Eine Handschrift war vor allem im ersten Durchgang nur in der Abwehr zu erkennen. Da pressten die Gäste gewohnt hoch und setzten den SC, angeführt vom 17 Jahre alten Toptalent Jann-Fiete Arp, teils schon am eigenen Strafraum unter Druck. Wurde der Ball gewonnen, folgte aber meist die große Ratlosigkeit.

„Sie wollen gar nicht richtig Fußball spielen“, analysierte Sammer. Überraschend war in der Tat, dass sich der HSV nach der Pause nur noch auf die Verwaltung beschränkte. Schließlich wäre mit einem Erfolg in Freiburg auch der Abstand auf die Abstiegsregionen um einiges größer geworden. So steht trotz Sammers Kritik immerhin das Ende der Auswärtsmisere. Und „jetzt haben wir ja zum Glück wieder zwei Heimspiele“, scherzte Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier.

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