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Wintersport: Ski alpin

Neureuther feiert Sieg in Levi - „Unwirklicher“ Saisonstart

Levi Seine Form aus dem Sommertraining war sehr gut - das erste Rennen des Winters aber toppte dann alle Erwartungen. Mit einem Sieg ist Ski-Ass Neureuther in die Olympia-Saison gestartet. Der Jung-Papa selbst war in Finnland baff und schickte einen tierisch süßen Gruß nach Hause.

Neureuther feiert Sieg in Levi - „Unwirklicher“ Saisonstart

Felix Neureuther hat den Weltcup Slalom in Levi gewonnen. Foto: dpa

Diesen perfekten Start in die Olympia-Saison konnte Felix Neureuther erst kaum fassen - dann wurde er bei der kuriosen Siegerehrung hoch oben in Lappland emotional.

Nach seinem Erfolg beim ersten Weltcup des Winters im Slalom von Levi bekam der Ski-Routinier als traditionellen Siegerpreis ein Rentier überreicht, dem er wie alle seine Sieger-Vorgänger einen Namen geben musste. Und natürlich nannte er das Tier Matilda, so wie seine erst einen Monat alte Tochter. „Ich bin 33 Jahre alt, das war mein erstes Rennen als Vater, es ist unwirklich“, sagte er. „Es bedeutet mir viel.“

Kristoffersen auf Rang zwei

Mit zwei starken Läufen verwies Neureuther Ex-Seriensieger Henrik Kristoffersen aus Norwegen (+0,37 Sekunden) und den Schweden Mattias Hargin (+0,45) auf die Plätze zwei und drei. „Man musste Vollgas geben, clever Skifahren und Risiken eingehen“, sagte er. Für den deutschen Rekordchampion war es der 13. Erfolg im Weltcup und der erste seit Februar 2016. In der Saison 2016/17 blieb er ohne Sieg.

Neureuther profitierte vom Ausfall des nach dem ersten Lauf führenden Dave Ryding. Dieser war kurz davor, erster britischer Weltcup-Sieger zu werden. Nach klarer Zwischenbestzeit rutschte Ryding dann auf dem Innenski weg. Wegen des Pechs des Konkurrenten hielt sich die Freude bei Neureuther im Ziel zunächst auch in Grenzen. „Ich muss schon sagen, dass ich heute Glück hatte, dass Dave ausgeschieden ist - er war extrem schnell unterwegs“, räumte Neureuther im ORF ein.

Neureuthers erstes Rennen als Vater

Dann aber wich das Mitleid mit dem Kumpel der eigenen Freude und Neureuther begann zu schwärmen. „Das erste Rennen als Vater, das macht es noch spezieller“, berichtete Neureuther. „Wenn man mit daheim telefoniert, die Freundin sieht, die kleine Matilda - dann denkt man sich schon: Das Leben könnte nicht schöner sein.“

Auch Fritz Dopfer begeisterte aus deutscher Sicht: Er kam bei seinem Comeback nach einjähriger Verletzungspause wegen eines Schien- und Wadenbeinbruchs auf Rang 15 und schaffte die halbe Olympia-Norm. Er war damit auch schneller als Österreichs Star Marcel Hirscher, der nach seinem Comeback nach nur wenigen Trainingstagen 17. wurde.

Für Linus Straßer, der dem DSV im Vorjahr beim Parallel-Slalom von Stockholm den einzigen Weltcup-Sieg beschert hatte, endete das Rennen im zweiten Lauf nach einem Fehler bei einer Kuppe und dem Aus. Der Münchner boxte sich enttäuscht mit beiden Handschuhen gegen den Kopf.

Luitz frustriert

Auch andere Deutsche haderten: Der 24-jährige David Ketterer etwa zeigte in seinem dritten Weltcup einen famosen ersten Lauf und raste mit fünftbester Zwischenzeit dem Ziel entgegen, ehe er ausschied. Riesenslalom-Spezialist Stefan Luitz patzte bei einer Vertikalen und fiel aus. „Jedes Mal!“, brüllte er frustriert, schmiss die Skistöcke gegen einen Fangzaun und legte sich in den Schnee.

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