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Nibelungen-Autor Zaimoglu verspricht „Königsdrama“

Worms. Die Wormser Nibelungen-Festspiele erwartet im kommenden Jahr „ein Königsdrama im shakespeareschen Sinne“. Die genaue Handlung ließ Feridun Zaimoglu offen. Die Zuschauer sollen sich selbst ein Bild machen, findet der Autor.

Nibelungen-Autor Zaimoglu verspricht „Königsdrama“

Feridun Zaimoglus Werk „Siegfrieds Erben“ handelt von Intrigen, Lug und Trug. Foto: Gregor Fischer

Der neue Autor der Wormser Nibelungen-Festspiele, Feridun Zaimoglu, stellt für kommendes Jahr „ein Königsdrama im shakespeareschen Sinne“ in Aussicht. Es gehe um Hass und Niedertracht, um Intrigen, um Lug und Trug, sagte Zaimoglu der Deutschen Presse-Agentur.

Das Werk mit dem Titel „Siegfrieds Erben“ setzt ein, nachdem die Nibelungen am Hof des Hunnenkönigs Etzel im Kampf umgekommen sind, ebenso die mit ihnen verfeindete Kriemhild. Etzel, Kriemhilds Witwer, zieht nach Worms, um Vergeltung für sein zerstörtes Glück zu suchen.

Er trifft dort auf die Nibelungen-Witwe Brunhilde, die nun Königin ist sowie auf deren Sohn, Siegfrieds Kinder und andere. Dann beginnt der Kampf. „Was wir hier haben, sind Könige und Königinnen, die um die Beute feilschen“, sagte Zaimoglu, der das Stück wie andere Dramen zusammen mit Günter Senkel geschrieben hat.

Die genaue Handlung ließ Zaimoglu vorerst offen, die Zuschauer sollen sich ein Bild machen. „Wir liefern keine Stücke für Harmoniehäschen“, sagte er. „Wir sind keine Narren, die nicht wüssten, dass eigentlich die Düsternis das Grundelement der Welt ist.“ Die Menschen stürzten in die Finsternis, weil sie sich überschätzten, weil sie andere entmachten wollten und über Leichen gingen, sagte der 52-Jährige.

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