Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Nur etwa jeder Zehnte hat sein digitales Erbe geregelt

Karlsruhe/Düsseldorf. Vom E-Mail-Postfach bis zum Facebook-Account: Wer online unterwegs ist, besitzt meist etliche persönliche Konten. Doch was passiert mit denen nach dem Tod? Viele haben diese Frage noch nicht beantwortet.

Nur etwa jeder Zehnte hat sein digitales Erbe geregelt

Was passiert mit dem E-Mail- und anderen Online-Konten nach dem Tod? Mit dieser Frage beschäftigen sich nur sehr wenige Deutsche. Foto: Peter Kneffel/dpa

Wie sieht es mit dem digitalen Erbe aus? Nur etwa jeder zehnte deutsche Internetnutzer hat sich schon darum gekümmert, was nach seinem Tod mit seinen Online-Konten passieren soll.

In einer repräsentativen YouGov-Umfrage gaben nur 8 Prozent der mehr als 2000 befragten Internetnutzer an, für ihre Hinterbliebenen Zugangsdaten zu allen genutzten Diensten und Online-Konten hinterlegt zu haben. Weitere 4 Prozent haben zumindest bei einigen Diensten Vorkehrungen für den Todesfall getroffen. 45 Prozent der Befragten war sich der Problematik ihres digitalen Erbes dagegen bislang nicht bewusst.

Jeder vierte Befragte (25 Prozent) erklärte, ihm fehlten ausreichende Informationen, wie der digitale Nachlass eigentlich geregelt werden sollte. 6 Prozent sagten, ihnen sei das ganze Thema unangenehm, und 11 Prozent machten keine Angaben. YouGov hatte im Auftrag von Web.de und GMX insgesamt 2020 deutsche Internetnutzer ab 18 Jahren befragt.

Wer sein digitales Erbe ordentlich geregelt hat, macht seinen Hinterbliebenen vieles leichter. Diese müssen sonst zum Beispiel Daten und bestehende Accounts löschen sowie vereinbarte Abos und Kaufverträge kündigen, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Diese Verträge enden nicht automatisch. Nutzer sollten in einer Vollmacht eine Vertrauensperson bestimmen, die sich darum kümmern soll. Das Dokument sollte über den Tod hinaus gelten.

Damit die Vertrauensperson im Todesfall tatsächlich Zugriff auf die Daten hat, sollten Nutzer eine Liste mit allen bestehenden Accounts, Verträgen und Passwörtern anlegen. Diese Liste kann zum Beispiel als Dokument auf einem gesicherten USB-Stick gespeichert sein. Nur die für den Nachlass bevollmächtigte Person sollte das Passwort kennen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Digitales

Verein iRights informiert über Algorithmen und KI

Berlin. Apps, die Zugriffsrechte verlangen, Suchmaschinen oder Chatprogramme, die Daten sammeln, und Soziale Medien, die Filterblasen erzeugen - davon haben die meisten schon einmal gehört. Doch die wenigsten wissen, was da genau passiert. Der Verein iRights will das ändern.mehr...

Digitales

Netflix will Zuschauer Handlungen mitbestimmen lassen

Berlin. Der Online-Videodienst Netflix denkt darüber nach, wie er die Personalisierung auf die Spitze treiben kann. Eine Möglichkeit für die Zukunft wären unterschiedliche Versionen von Sendungen, die Zuschauern je nach ihrem Geschmack eingespielt werden könnten.mehr...

Digitales

Mitmach-Wörterbuch für die Gebärdensprache

Die Gebärdensprache ist wie eine Fremdesprache - jeder kann sie lernen. Videos helfen dabei, sich mit Gehörlosen zu verständigen. Auf einer Webseite kann man sich über 4000 Begriffe ansehen.mehr...

Digitales

Edge-Browser für Android und iOS ist da

Berlin. Wer auf seinem Windows-10-Rechner den Edge-Browser nutzt, kann ihn nun ebenfalls auf seinem Smartphone verwenden. Vorteil: Mobil angelegte Lesezeichen, Tabs und Passwörter lassen sich auch auf dem PC aufrufen.mehr...

Digitales

Windows Defender im Test nur „befriedigend“

München. Die eingebaute Schutzlösung von Windows 10 kann im Vergleich zu Spezialprogrammen nicht mithalten, so ein Test des „PC Magazin“. Bevor man Geld für Schutzprogramme ausgibt, lohnt aber ein Blick auf die Funktionen - und die Gratisversionen.mehr...