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Patchwork-Weihnachten kann Kinder verwirren

Fürth. Weihnachten ist vor allem für Patchwork-Familien schwierig. Da kommen Fragen auf, wie: Sollte man sich Heiligabend mit allen an einen Tisch setzen? Aber auch bei Kindern beginnt sich das Gedankenkarussell zu drehen. Ein Erziehungsexperte bietet dafür Lösungen an.

Patchwork-Weihnachten kann Kinder verwirren

Getrennte Eltern sollten sich fragen, wie alltagsnah ein gemeinsames Fest ist. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Es gibt wohl kaum ein Fest, bei dem die Familie so sehr in den Mittelpunkt rückt, wie Weihnachten. Das verlangt vor allem den Familien Improvisationstalent ab, die Brüche aufweisen - etwa, weil sich die Eltern getrennt und vielleicht schon neue Partner haben.

Sollte man sich Heiligabend dennoch mit allen zusammen an einen Tisch setzen? Hierbei kommt es vor allem auf das Verhältnis der getrennten Eltern an: „Wenn die Eltern das ganze Jahr nichts miteinander zu tun haben und sich dann auf einmal an Weihnachten zusammentun, ist das für die Kinder schon verwirrend“, sagt Ulric Ritzer-Sachs von der Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.

Oft wird damit für Kinder auch die Tür „Hoffnung“ geöffnet: Kommen Mama und Papa vielleicht doch wieder zusammen? Besser kann ein gemeinsam verbrachtes Fest funktionieren, wenn es geklärte Verhältnisse gibt: Mama hat einen neuen Freund, Papa eine Partnerin. Ein Allheilmittel ist das allerdings nicht. Weihnachten kann bei Kindern dann trotzdem den Wunsch wecken, dass ihre Mutter und ihr Vater wieder ein Paar werden - was aus Kindersicht legitim ist.

Worüber sich Eltern außerdem Gedanken machen sollten: Der Wunsch, zusammen Weihnachten zu feiern, ist nicht immer ein Bedürfnis der Kinder - sondern eines der Eltern. „Vielleicht ist es für die Kinder genauso in Ordnung, den 24. aufzuteilen und mit dem Ex-Partner eine neue Tradition zu finden“, sagt Ritzer-Sachs.

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