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Pixar-Gründer John Lasseter nimmt sich Auszeit

Los Angeles. Nach Berichten über sexuelle Belästigungen zieht sich der Trickfilmproduzent für ein halbes Jahr beruflich zurück. Er wolle aus seinen Fehlern lernen, schrieb er.

Pixar-Gründer John Lasseter nimmt sich Auszeit

Zu viele „ungewollte Umarmungen“? John Lasseter nimmt sich erst einmal ein halbes Sabbatjahr. Foto: Sebastien Nogier

John Lasseter, Chef von Pixar und den Animationsstudios von Walt Disney, macht nach Medienberichten über sexuelle Belästigung eine sechsmonatige Berufspause.

In einer Mitteilung an die Studio-Mitarbeiter informierte der Mitbegründer der Trickschmiede Pixar über sein Sabbatical, wie mehrere US-Medien schrieben.

„Es ist nie einfach, seinen Fehltritten ins Auge zu sehen, aber es ist der einzige Weg, daraus zu lernen“, zitierte der „Hollywood Reporter“ aus der E-Mail Lasseters. Am Dienstag hatte das Branchenblatt über mehrere Vorwürfe von sexueller Belästigung gegen den 60-Jährigen Erfolgsproduzenten berichtet.

Lasseter entschuldigte sich für „ungewollte Umarmungen“ oder andere Gesten, bei denen eine Grenze überschritten worden sei. Disney begrüßte die Entschuldigung und teilte mit, der Konzern unterstütze Lasseters Auszeit, berichtete die „New York Times.“

Als Produzent war Lasseter an Trickfilmhits wie „Die Eiskönigin“ oder „Zootopia“ (deutscher Titel „Zoomania“) beteiligt. Disney hatte Pixar, das seinen Erfolg Filmen wie „Findet Nemo“ oder „Toy Story“ verdankt, 2006 für mehr als sieben Milliarden Dollar übernommen.

Seit Bekanntwerden der Vorwürfe gegen den US-Produzenten Harvey Weinstein mehren sich Berichte über sexuelle Belästigung und Übergriffe. Zuletzt waren Vorwürfe gegen den Senator und früheren Entertainer Al Franken, den CBS-Moderator Charlie Rose sowie gegen den Senatskandidaten in Alabama, Roy Moore, laut geworden.

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