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„Pokémon Go“ wird an Wetter angepasst

San Francisco. Der Hype um „Pokémon Go“ hat nachgelassen, auch wenn es immer noch einen harten Spieler-Kern gibt. Für sie lassen sich die Entwickler etwas Neues einfallen: Das reale Wetter beeinflusst künftig auch die Entwicklung des Spiels. Und mehr Pokémon-Figuren gibt es obendrauf.

„Pokémon Go“ wird an Wetter angepasst

Das Wetter beeinflusst künftig auch direkt das Spielgeschehen von „Pokemon Go“. Foto: Patrick Seeger

Die Macher des Smartphone-Games „Pokémon Go“ wollen das Spielgeschehen mit Wettereffekten aufpeppen.

„Wenn es draußen schneit, wird auch im Spiel Schnee fallen“, das gleiche gelte auch etwa für Sonne oder Wind, sagte Matt Slemon von der Entwicklerfirma Niantic zur Ankündigung der Funktion.

Zugleich werden diese Woche 50 weitere Pokémon-Figuren zum Spiel hinzugefügt, was die Aktivität der Nutzer wieder etwas anheizen dürfte.

Das Wetter beeinflusst künftig auch direkt das Spielgeschehen: Manche Pokémon werden bei bestimmten Wetterverhältnissen häufiger auftauchen oder stärker sein. Wenn es zum Beispiel regnet, können die Spieler mehr Wasser-Pokémon mit höheren Werten fangen, erläuterte Slemon. Das Wetter verschiebt entsprechend auch die Gewichte in Kämpfen zwischen verschiedenen Pokémon.

Niantic greift dabei auf Informationen von Anbietern von Wetterdaten zurück. Es könne also passieren, dass das in der App angezeigte Wetter nicht dem tatsächlichen entspricht, wenn die Daten nicht präzise genug seien, räumte Slemon ein. Spieler seien aufgerufen, häufige Abweichungen zu melden, damit Niantic nachbessern könne.

Von den 130 animierten Monstern der dritten Pokémon-Generation bringt Niantic zunächst 50 ins Spiel. Weitere sollen mit der Zeit folgen. Die Möglichkeit für Spieler, ihre Pokémon untereinander zu tauschen, sei weiterhin geplant und solle zu einem passenden Zeitpunkt eingeführt werden.

„Pokémon Go“ war beim Start im Sommer 2016 zu einem weltweiten Phänomen geworden. Inzwischen ließ der Hype merklich nach, auch wenn es einen harten Kern eingefleischter Spieler gibt. Das Spiel ist einer der Vorreiter bei der sogenannten erweiterten Realität (Augmented Reality), bei der virtuelle Objekte in reale Umgebungen eingeblendet werden. Es wurde über 750 Millionen Mal heruntergeladen und bringt Niantic immer noch solide Erlöse dank In-App-Käufen.

Die Entwickler versuchen sich als nächstes an einem Spiel aus der Welt von Harry Potter. In „Harry Potter: Wizards Unite“ wird man magische Tierwesen aus den Büchern über den Zaubererlehrling auf dem Smartphone-Bildschirm eingebettet in reale Umgebung entdecken können, kündigte Niantic Anfang November an.

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