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Radikal mit 102: Kunstsammlung NRW zeigt Carmen Herrera

Düsseldorf. Mit 102 Jahren feiert die kubanisch-amerikanische Künstlerin Carmen Herrera jetzt international Erfolge. In einer großen Ausstellung wird das geometrisch-abstrakte Werk der lange vom Kunstmarkt übersehenen Künstlerin in Düsseldorf gezeigt. Mehr als 70 Arbeiten vom Ende der 1940er Jahre bis heute sind für die Ausstellung „Lines of Sight“ (bis 8.4.2018) in der Kunstsammlung NRW zusammengetragen worden. Zuvor war die Schau im renommierten Whitney Museum New York zu sehen, wurde aber für Düsseldorf um rund ein Drittel erweitert. So wird erstmals Herreras jüngste, erst dieses Jahr fertiggestellte große Grün-Blau-Komposition „Verde De Noche“ gezeigt.

Radikal mit 102: Kunstsammlung NRW zeigt Carmen Herrera

Künstlerin Carmen Herrera. Foto: Adriana Lopez Sanfeliu/Archiv

Die 1915 geborene Herrera wurde ähnlich wie Agnes Martin (1911-2014) und andere Frauen in der Kunst lange Zeit kaum wahrgenommen. Ihr erstes Bild verkaufte Herrera mit fast 90 Jahren. Sie lebt und arbeitet seit den 50er Jahren in einem Loft in Manhattan. „Es entstehen laufend neue Werke“, sagte die Kunstsammlungsdirektorin Susanne Gaensheimer. Herrera sei eine „bedeutende radikale Minimalistin“, aber sie sei sehr spät entdeckt worden. Die Malerin habe im Schatten männlicher amerikanischer „Heroen“ wie Barnett Newman oder Ellsworth Kelly gestanden.

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