Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Ramones-Album „Rocket To Russia“ wird 40

Berlin. Vor 40 Jahren veröffentlichen die Ramones ihr vielleicht bestes Studio-Album „Rocket To Russia“. Passend hierzu kommt eine schnieke Jubiläums-Box auf den Markt.

Ramones-Album „Rocket To Russia“ wird 40

Der große Durchbruch blieb den Ramones immer verwehrt. Foto: Rhino/Warner Music

Das Jahr 1977 gilt als das wichtigste im Punkrock. Vor vier Dekaden explodierte die Bewegung und entwickelte sich zum Medienphänomen. Genau in diesem Jahr veröffentlichten die Ramones auch ihre Studio-Alben zwei und drei.

Wobei der dritte Streich „Rocket To Russia“ bei den Fans zu den beliebtesten Werken der New Yorker gehört. Auch aus diesem Grund veröffentlichte Rhino zum 40. Jubiläum eine remasterte Deluxe-Edition von diesem Klassiker und nicht vom Vorgänger „Leave Home“. Außerdem ist „Rocket To Russia“ das letzte Album in der Urformation der Ramones. Drummer Tommy Ramone verließ kurz nach den Aufnahmen die Band.

Das Label Sire Records hatte Joey, Johnny, Dee Dee und Tommy nur knapp einen Monat Zeit für die Arbeit im Studio eingeräumt. Für die mittlerweile verstorbenen vier Bandköpfe war dies damals aber kein Problem. Einen Teil des Materials hatten sie bereits geschrieben. Außerdem machte sich das ausgiebige Touren bezahlt: Das Quartett war bestens aufeinander eingespielt. Das machte sich bezahlt. Auch die gelungene Produktion von Ed Stasium und Tony Bongiovi in den Räumen einer ehemaligen episkopalischen Kirche trug zum hohen Qualitätsstandard der Scheibe bei.

Das Musikmagazin „Rolling Stone“ führt „Rocket To Russia“ auf Platz 106 seiner Liste der „500 besten Alben aller Zeiten“ - für den minimalistischen und melodischen Drei-Akkorde-Punkrock eine große Auszeichnung. Zum Leidwesen der Ramones gehört es aber auch, dass der Band trotz begeisterter Fan-Reaktionen und bester Kritiken der kommerzielle Durchbruch stets verwehrt blieb. Trotz allem besticht „Rocket To Russia“ mit Hits wie „Rockaway Beach“, „I Don't Care“ oder „Sheena Is A Punk Rocker“ und einer perfekten Mischung aus Tempo, Aggression und Humor.

Die Jubiläums-Box mit drei CD's und einer LP präsentiert zwei unterschiedliche Mixe des Original-Albums: Eine remasterte Version des Originals und den von Produzent Ed Stasium neu angefertigten Tracking Mix. Dazu kommen eine Reihe von bisher unveröffentlichten Studio-Aufnahmen und ein bislang ebenfalls unveröffentlichter Mitschnitt des 1977er Konzerts in Glasgow.

Das Boxset enthält außerdem ein mehrseitiges Booklet mit ausführlichen Liner-Notes des renommierten Musikautoren und Gründer des Musikamagazins „Creem“, Jann Uhelski sowie Berichte von Sire Records-Gründer Seymour Stein und Details zur Studioarbeit von Ed Stasium. Für die vielen Ramones-Fans auf der ganzen Welt stellt diese Neuauflage ein Schmankerl dar, dass jede liebevoll gepflegte Plattensammlung aufwerten wird.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

CD-Kritik

Bei Daniel Kahn trifft Klezmer auf Folk und Punk

Berlin. Daniel Kahn & The Painted Bird sind seit Jahren eine der wildesten, virtuosesten Musikertruppen in der Berliner Szene. Auch das neue Album erfüllt wieder höchste Erwartungen an einen abenteuerlichen Stil-Mix.mehr...

CD-Kritik

Van Morrison: Auf den Spuren der großen Jazzsänger

Berlin. Der Mann ist auch mit 72 noch ein Workaholic: Nur gut zwei Monate nach seinem weltweit erfolgreichen Blues-Paradestück „Roll With The Punches“ bringt Van Morrison schon wieder ein neues Album heraus - diesmal mit äußerst entspannt interpretierten Jazz-Klassikern.mehr...

CD-Kritik

Sternstunde der Eagles: „Hotel California“ deluxe

Berlin. In Zeiten sinkender CD-Verkäufe lockt die Musikbranche mit hochwertigen Luxus-Ausgaben ikonischer Alben. Dieses Jahr lagen eine Menge solcher Prachtboxen in den Läden. Nun kommt auch noch die „40th Anniversary Deluxe Edition“ eines Eagles-Meisterwerks hinzu.mehr...

CD-Kritik

Rolling Stones: Neues Album mit alten Radioaufnahmen

London. Pünktlich zu Weihnachten veröffentlichen die Rolling Stones ein Album mit Radiomitschnitten des britischen Senders BBC. Die musikalische Zeitreise zu den wilden Anfängen der Band klingt erstaunlich gut.mehr...

CD-Kritik

Neil Young: Wehmut und Wut über die Wahlheimat

Berlin. Schon für George W. Bush forderte Neil Young vor zehn Jahren die Amtsenthebung. Jetzt feuert der unerschütterliche Gitarrenrocker seine Protestsalven gegen einen anderen US-Präsidenten ab. Die Songs von „The Visitor“ schwanken zwischen Wut und Wehmut.mehr...